Holland warnt iranische Flüchtlinge

Auf eine Medienanfrage wegen der Verhaftung eines in Holland ansässigen Iraners aus Chusestan, der in der Türkei verhaftet und dann in den Iran abgeschoben wurde, soll der holländische Geheimdienst (AIVD) eine Warnung an alle iranischen Flüchtlinge in Holland ausgesprochen haben.

Der Geheimdienst wies darauf hin, dass iranische Flüchtlinge bei Reisen ins nichteuropäische Ausland damit rechnen müssten, entführt und in den Iran verschleppt zu werden. Diese Warnung ergeht vor dem Hintergrund, dass Den Haag Sitz des Internationalen Gerichtshofs und des Internationalen Strafgerichtshofs ist, und sich somit in Holland aktive iranische Flüchtlinge bemühen, dort Verfahren gegen iranische Menschenrechtsverletzer einzuleiten.

Am 8. Januar 2019 hatte der holländische Geheimdienst auch eine Pressemeldung veröffentlicht, in der er die iranischen Behörden beschuldigte, für die Ermordung zweier Iraner in Holland verantwortlich zu sein, die 2015 und 2017 ermordet wurden.

Quellen

https://english.aivd.nl/latest/news/2019/01/08/iran-likely-involved-in-assassinations-in-the-netherlands

‫‪https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=217972‬‬

vom 23. Aban 1399 (13. November 2020)

هشدار هلند به فعالان سیاسی مخالف حکومت ایران برای سفر به کشورهای غیراروپایی

Iran: Mord an einem oppositionellen Iraner in Kanada

Mahdi Amin, iranischer Oppositioneller, in Markham bei Toronto ermordet


Laut einer Meldung der englisch-sprachigen Plattform von Al-Arabiya wurde vor wenigen Tagen die Leiche von Mahdi Amin in seiner Wohnung in Markham (Kanada)(nahe Toronto) aufgefunden. Der Fall wird als Mord ermittelt, die Ergebnisse der Autopsie liegen noch nicht vor. Das Opfer soll iranischer Staatsbürger und ein Gegner des iranischen Regimes sein.

Mahdi Amin demonstriert gegen das iranische Regime

In der Folge ist Hamed Esmailiyun, ein iranischer Schriftsteller, der in Toronto lebt, an die Öffentlichkeit getreten und hat sich auch an die Polizei von Toronto gewandt. Hamed Esmailiyun hat seine Frau und seinen Sohn beim Abschuss des ukrainischen Zivilflugzeuges durch die iranischen Pasdaran verloren und ist seitdem damit beschäftigt, die anderen Angehörigen von ums Leben gekommenen Iranern aus diesem Flugzeugabschuss mit Informationen über das Geschehen auf dem Laufenden zu halten. Er ist zudem Sprecher des Vereins der Familien der Opfer des Fluges 752 (des ukrainischen Flugzeugs). Er hat aus diesem Grund hasserfüllte SMS und Todesdrohungen erhalten und wiederholt den Eindruck gewonnen, dass er von Autos beschattet wird.
Er befürchtet, dass die Islamische Republik wieder ihre Killer ausgeschickt hat, um Auslandsmorde an Oppositionellen zu verüben.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=216689
vom 2. Aban 1399 (23. Oktober 2020)
ترور مهدی امین از فعالان سیاسی مخالف جمهوری اسلامی در کانادا

https://www.radiofarda.com/a/iran-activist-killed-in-canada-hamed-esmaeelion-threats/30908509.html
vom 2. Aban 1399 (23. Oktober 2020)
پس از قتل یک فعال سیاسی در تورنتو، حامد اسماعیلیون هم از «تهدید به مرگ» خبر داد

https://news.gooya.com/2020/10/post-44583.php

Friday, Oct 23, 2020

کشف جسد متعلق به یک ایرانی مخالف رژیم در انتاریوی کانادا

Iran: Neues von der Kulturfront

In der Mitte Ehsan Mohammad-Hassani, der Kämpfer an der Kulturfront


Ehsan Mohammad-Hassani gehört zu denjenigen, die versuchen, im Bereich der Kunst die Herrschaft der Revolutionswächter (Pasdaran) und des Religiösen Führers zu festigen. Als Freund von Mohammad Ali Jafari, damals Oberbefehlshaber der Revolutionswächter, leitet Ehsan Mohammad-Hassani seit 1390 (2011) die „Kunst- und Medienorganisation Ouj“ (Ouj heißt Höhepunkt) (Sazemane Honariye Resane’i Ouj). Diese Organisation hat eine ganze Reihe von Filmen im Sinne des Regimes gesponsort und wird ihrerseits vom Regime großzügig mit Mitteln ausgestattet.

Filme und Verhöre?
Laut Angaben des iranischen Filmemachers Mohammad Rasoulof, war während seiner Haft (im Iran) bei seiner ersten „Verhörsitzung“ auch eine dreiköpfige Gruppe zugegen, die von sich angaben: „Wir sind vom Geheimdienst der Pasdaran, vom (Pasdaran-) Stützpunkt Tharollah, und auch Ouj ist von uns.“ Ehsan Mohammad-Hassani hatte in einer Veröffentlichung vom Monat Adhar des Jahres 1390 (2011) selbst angegeben, dass er mit dem inhaftierten Filmemacher Mohammad Nourizad „an einem warmen Sommertag“ „eine fünfstündige Sitzung“ „in den Zeiten (seiner) Haft“ hatte. Es sieht also so aus, dass diese kulturellen Aktivitäten bis hin zur Teilnahme an Verhören von Filmemachern reichte, wohl in den Nachwehen der Niederschlagung der Proteste des Jahres 2009 gegen den gefälschten Wahlsieg von Präsident Ahmadineschad.

Freund von Soleimani
Ehsan Mohammad-Hassani war auch mit einem der führenden Pasdaran-General Qasem Soleimani befreundet, der ihm wiederholt bei Filmaufnahmen Besuch abstattete. Personen, die ein Treffen mit Soleimani wünschten, wandten sich deshalb an Ehsan als Vermittler.

https://en.wikipedia.org/wiki/Mohammad_Rasoulof

https://en.wikipedia.org/wiki/Mohammad_Nourizad

https://en.wikipedia.org/wiki/Qasem_Soleimani

https://www.radiofarda.com/a/who-leading-owj-which-dominating-Iranian-cinema/30777906.html
vom 21. Mordad 1399 (11. August 2020)
رئیس سازمان اوج؛ بازجو، رفیق حاج قاسم و مدافع حرم

Iran: Kritiker mit Haloperidol „ruhig“ gestellt

Die „Betonspritze“, mit der Menschen „ruhig gestellt“ werden


Neuerdings werden aus dem Iran Praktiken gemeldet, die in der 1991 aufgelösten Sowjetunion beliebt waren, um Kritiker aus dem Verkehr zu ziehen. Politisch Andersdenkende wurden damals in die Psychiatrie gesperrt und gegen ihren Willen mit Psychopharmaka behandelt.
Dies berichtet jetzt aus dem Iran Kiyanush Zanjari, ein Journalist und Menschenrechtsaktivist, der derzeit zur Behandlung Hafturlaub hat. Er schrieb in einer Reihe von Tweets vom Vortag über seine eigenen Erfahrungen mit der Verlegung aus dem Gefängnis in die Psychiatrische Klinik von Amin-Abad (Bimarestane Rawaniye Amin-Abad, Markaze Rawan-Pezeshki Razi). Anfang des Jahres 1398 (also im Frühjahr 2019) wurde er von zwei Soldaten zu diesem Psychiatrischen Zentrum eskortiert. Erst als er die Aufschrift (Markaze Rawaniye Amin-Abad) (Psychiatrisches Zentrum Amin-Abad) las, wusste er, was Sache war. Bei der Einlieferung in das Zentrum wurde ihm eine Spritze verabreicht, die auf ihn eine lähmende Wirkung hatte. Er spürte, wie er ohnmächtig wurde. Sein Mund fühlte sich trocken an, und er stellte fest, dass er mit der rechten Hand und dem linken Fuß an ein Bett gefesselt war. Als er am nächsten Tag mit dem Pfleger reden wollte, konnte er die Zunge nicht bewegen. Die Hand- und Fußfesseln wurden ihm auch nicht abgenommen, wenn er aufs Klo musste.

Ärzte zum Handabhacken…
Ein Psychiater, der in Teheran im Psychiatrischen Zentrum Ruzbeh arbeitete, meinte, normale Ärzte würden so etwas nicht tun. Es sei aber denkbar, dass die „Sicherheitsorgane“ in den letzten Jahren eigene „Ärzte“ ausgebildet hätten, die dazu bereit sind. Das gelte sowohl für Ärzte, die von der Gefängnisverwaltung angestellt sind, als auch für solche, die für das Verteidigungsministerium arbeiten. Er nimmt an, dass die Sicherheits- und Justizorgane dafür sorgen, dass bei den Zulassungsprüfungen zum Medizinstudium auch Leute angenommen werden, die zum Beispiel bereit sind, später einem Menschen die Hand zu amputieren – als „islamische Strafe“. Dieser Psychiater nimmt anhand der Beschreibung der Symptome an, dass dem Journalisten Kiyanush Zanjari das Medikament Haloperidol eingespritzt wurde.

Psychiatrie gegen Proteste
Schon früher wurden Fälle der Einweisung in die Psychiatrie gemeldet. So berichtete die Mutter von Hengame Shahidi, einer inhaftierten Journalistin, am 11. Dey 1398 (Jahreswende 2019/20) auf Instagram, dass ihre Tochter in das Psychiatrische Zentrum Amin-Abad eingewiesen wurde. Hengame Shahidi teilte damals mit, dass sie von vier Männern festgehalten wurde, die ihr gewaltsam Haloperidol einspritzten – sie erwähnte das Medikament mit Namen.
Ein weiteres Opfer dieser Praxis ist Hashem Khastar, Lehrer und Gewerkschaftsaktivist, der von den Geheimdienstorganen der Pasdaran entführt und eine Zeitlang im Psychiatrischen Krankenhaus „Sina“ in Mashhad festgehalten wurde.
Auch die Ehefrau von Mohammad-Ali Babapur, eines Dozenten an der Polizeihochschule, der wegen „Zusammenarbeit mit Feindessstaaten“ zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt worden war, berichtete im Vorjahr in einem Interview mit Iran Wire, dass ihr Mann aus dem Gefängnis in die psychiatrische Klinik von Amin-Abad verlegt wurde. Ihr Mann litt zwar an einer Depression, aber die Behandlung in der Klinik diente nicht dem Zweck, die Depression zu behandeln.
Nilufar Bayani, eine inhaftierte Umweltschützerin, berichtete davon, dass auch beim Verhör mit der Verabreichung von Luftspritzen und lähmenden Medikamenten gedroht wurde.

https://de.wikipedia.org/wiki/Haloperidol
https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=212091
vom 19. Mordad 1399 (9. August 2020)
زنجیره جنایتهای رژیم اسلامی بی انتهاست/ به زندانیان سیاسی چه آمپولی تزریق می‌شود؟

Hinrichtung zweier kurdischer politischer Gefangener im Iran

Diako Rasoulzadeh und Sabre Sheikh Abdullah, im Iran hingerichtet

Berichten aus dem Iran zufolge wurden am Dienstagmorgen, dem 14. Juli 2020, zwei kurdische politische Gefangene im Zentralgefängnis von Urmia, Nordwest-Iran, hingerichtet.

Kurdische Nachrichtenquellen, darunter das Kurdistan Human Rights Network, berichteten am Dienstag über die Hinrichtung von Diako Rasoulzadeh und Sabre Sheikh Abdullah, Stunden nach Mitternacht.

„Basierend auf allen Informationen und Beweisen von Amnesty International“ betonte Raha Bahraini, eine Forscherin von Amnesty International, in einem Interview mit Radio Farda die Ungerechtigkeit des Prozesses und das „unbegründete Geständnis der Angeklagten unter Folter“. „Sie hatten nichts mit dem Bombenanschlag vom September 2010 zu tun und hatten wiederholt ihre Unschuld und ihre mangelnde Verbindung zum Fall betont.“

Bei dem Bombenanschlag auf Mahabad, der am Jahrestag des Iran-Irak-Krieges im September 2010 stattfand, wurden 12 Menschen getötet und 82 weitere verletzt. Vier Jahre nach dem Vorfall gab die PR-Abteilung des iranischen Geheimdienstes bekannt, drei Personen festgenommen zu haben, die an den Bombenanschlägen von Mahabad 2010 in derselben Stadt beteiligt waren.

Frau Bahraini sagte gegenüber Radio Farda, dass Diako Rasoulzadeh und Sabre Sheikh Abdullah, zwei der in dem Fall hingerichteten Angeklagten, „den brutalen Anträgen des Geheimdienstes gefolgt ist, das die Opfer gefoltert hat, um unbegründete und falsche Geständnisse zu erzwingen und sich dann auf sie zu stützen“. Sie erklärt weiter: „Solche grausamen und ungerechten Entscheidungen wurden vom Revolutionsgericht erlassen.“

Amnesty International zufolge haben die Richter des Revolutionsgerichts „in Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst das Todesurteil erlassen, anstatt ihre Pflicht zu erfüllen und eine ordnungsgemäße Untersuchung der Foltervorwürfe durchzuführen und ein faires Verfahren vorzusehen“.

Die Hinrichtungen kurdischer politischer Gefangener im Iran haben in der ersten Hälfte dieses Jahres stark zugenommen, und wie Amnesty International es ausdrückt, „scheinen die iranischen Behörden zu versuchen, ein Klima des Terrors in der Gesellschaft zu schaffen.“ „Durch die Vollstreckung dieser Todesurteile gehören Minderheiten und Gefangene der kurdischen Minderheit wie immer zu den hilflosesten Menschen in der Gesellschaft, die Opfer dieser Terrorpolitik der iranischen Behörden werden.“

Diako Rasoulzadeh und Sabre Sheikh Abdullah wurden Stunden nachdem Amnesty International die iranischen Behörden aufgefordert hatte, die Hinrichtungen „sofort“ auszusetzen, hingerichtet.

Interview mit Raha Bahraini

Quelle:

https://www.radiofarda.com/a/iran-political-prisoners-rasoolzadeh-saber-executed/30725080.html

Iran: Vom Verhörbeamten zum Mitglied der iranischen Delegation bei den Atomverhandlungen

Mohammad Sa’idi, Verhörbeamter, CEO der iranischen Schiffahrtsgesellschaft und vieles mehr


Heschamtollah Tabarsadi (Heshmatollah Tabarzadi) war der Führer der Studentenorganisation Payame Daneshju (Daneschdschu) im Iran der 1990-er Jahre. Er wurde 1373 (1994) von Mohammad Sa’idi zum Verhör ins Geheimdienstministerium bestellt. Geheimdienstminister war damals Falahiyan, Sa’idi einer seiner Stellvertreter. Tabarsadi ging damals nicht auf die Forderungen von Sa’idi ein, verschiedene Äußerungen zurückzunehmen, namentlich solche, die die Kapitalflucht großer Unternehmen betrafen. Tabarsadi kam wieder auf freien Fuß, aber ein Jahr später erteilte Mohammad Sa’idi den Befehl, das Büro der Studentenvereinigung zu besetzen. Heschmatollah Tabarsadi wurde mit verbundenen Augen abgeführt. Nun hatte er wieder mit Mohammad Sa’idi zu tun, der ihn im Verhör bedrohte. Ein Jahr lang befasste sich Sa’idi mit diesem Fall und konstruierte daraus ein Verfahren, das zur Schließung der Studentenorganisation Payame Daneshju führte.

Vom Verhörbeamten zum Verhafteten
Jetzt hat das Schicksal den damaligen Verhörbeamten eingeholt.
Laut Mitteilung der iranischen Nachrichtenagentur IRNA vom Sonntag, den 5. Juli 2020, wurde Mohammad Sa’idi, ehemaliges Mitglied der iranischen Delegation für die Atomverhandlungen und ehemaliger Exekutiv-Direktor der iranischen Schifffahrtsgesellschaft wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten verhaftet. Mohammad Sa’idi hat in dem Unternehmen wohl seine Angehörigen untergebracht und Schulden in der Höhe von 1000 Milliarden Tuman bei zwei iranischen Banken (Banke Tejarat und Banke Sepah) hinterlassen. Ihm wird wohl auch zur Last gelegt, dass im Kaspischen Meer zwei iranische Schiffe untergegangen sind und dass es mit der Treibstoffversorgung der Schiffe wohl auch nicht korrekt zuging. Auch die Annahme von Bestechungsgelder wird ihm vorgeworfen.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=209940
vom 16. Tir 1399 (6. Juli 2020)

حشمت الله طبرزدي: اولین بازجوی من نیز دستگیر شد

https://news.gooya.com/2020/07/post-40517.php
vom 5. Juli 2020
«محمد سعیدی» بازداشت شد

Iran: Ein Richter verschwindet

Richter Gholamreza Mansuri


In den letzten Tagen ist in den iranischen Medien viel über den Richter Gholamreza Mansuri geschrieben worden. Er war Richter am Gericht für Kultur und Medien (Dadsaraye Farhang Wa Resane), das 2010 (1389) gegründet wurde. Als solcher war er auch direkt für die Verfolgung u.a. von Azam Jangravi (A’sam Dschangrawi) verantwortlich, einer der „Frauen der Revolutionsstraße“, die öffentlich ihre Kopfbedeckung abgenommen hatten.
Das war aber nur ein Teil seiner Aktivitäten. Vor kurzem war im Iran ein Herr mit dem nicht seltenen Namen Tabari verhaftet worden, dem eine führende Rolle in der staatlichen Korruption nachgesagt wird. Sein Name ist eng mit dem von Richter Gholamreza Mansuri verknüpft, und es bestand die Gefahr, dass das Ermittlungsverfahren wegen Korruption auf ihn ausgeweitet wird. Wäre er verhaftet worden, hätte das für viele in die Korruption verwickelte Machthaber eine sehr unerfreuliche Öffentlichkeit bedeutet, sofern er ausgesagt hätte.
Aber dazu kam es nicht.

Gholamreza Mansuri in Deutschland
Richter Gholamreza Mansuri setzte sich nach Deutschland ab. Das schreiben zumindest verschiedene iranische Medien. In Deutschland soll er mit der iranischen Botschaft Kontakt aufgenommen haben, die ihm empfohlen habe, nach Rumänien zu gehen. Er soll dann nach Rumänien geflogen und in einem Hotel in Bukarest untergekommen sein. Angeblich habe er dort die iranische Botschaft kontaktieren wollen, um in den Iran zurück zu fliegen.

unten das veröffentlichte Bild, angeblich mit der Leiche des Richters, oben eine Fotobearbeitung, wie groß der Sack tatsächlich sein müsste – vom Gewicht ganz zu schweigen

Und dann wurde in den Medien ein Foto veröffentlicht, auf dem ein Sack mit einer Leiche von zwei Männern aus einem Gebäude getragen wird. Angeblich habe er am Samstag, den 20. Juni 2020, in Bukarest Selbstmord begangen, indem er aus dem Fenster des Hotels gesprungen sei. Die Gerüchteküche sprach dann von einem Mord. Auffällig war, dass die Leiche nicht gezeigt wurde, und das „Beweisfoto“ mit dem Sack und der Leiche ist gleichzeitig ein Dementi aller Behauptungen. Ein Mann mit der Leibesfülle von Gholamreza Mansuri sollte doch etwas mehr Volumen einnehmen als das, was in dem Sack zu sehen ist. Selbst nach einem Sprung aus dem fünften Stock. Da weder die rumänischen Medien noch die rumänische Polizei als unbestechliche Quelle für die Wahrheit seines Aufenthalts in Rumänien und für seinen Tod herangezogen werden können, und da die iranische Botschaft in Rumänien der „Wahrheit“ mit etwas Bakschisch nachhelfen kann, können wir also nicht einmal mit Sicherheit sagen, dass dieser Mann überhaupt in Rumänien war. Was wir sicher sagen können, dass sich seine sichtbare Spur verloren hat und dass es kein Foto von seinen sterblichen Überresten gibt, die seinen Tod belegen könnten. Es ist denkbar, aber nicht bewiesen, dass ihm iranische Machthaber beim Untertauchen in einem anderen Land geholfen haben.

Azam Jangravi mit ihrer Tochter

Azam Jangravi berichtet
In diesem Umfeld ist folgendes Interview mit Azam Jangravi zu sehen, dass von Radio Farda durchgeführt wurde. Azam Jangravi scheint offenkundig anzunehmen, dass Richter Gholamreza Mansur tatsächlich gestorben ist, aber das tut dem keinen Abbruch, was sie selbst im Umgang mit ihm erlebt hat. Azam Jangravi war am 26. Bahman 1396 (Februar 2018) verhaftet worden, als sie in der Revolutionsstraße in Teheran auf ein Podest stieg und dabei ihre Kopfbedeckung in der Öffentlichkeit schwenkte, als Zeichen des Protests gegen die Zwangsverschleierung. Sie wurde dann aus der Zelle einem jungen Verhörbeamten vorgeführt, der von ihr erst ein „Geständnis“ wollte, dass sie für Israel und Amerika spioniert haben und der ihr dann riet, vor Richter Mansuri nichts zu sagen.

Azam Jangravis Begegnung mit Richter Mansuri
Azam Jangravi schildert ihre Begegnung mit Richter Mansuri:
Sie wurde in einen Raum mit einem großen Tisch geführt. Der Raum war leer. Sie setzte sich auf einen Stuhl neben dem Tisch. Ein paar Minuten später kam ein fülliger Geistlicher rein und schrie sie an: Sind wir hier zu Besuch bei der Tante, dass du dich hingesetzt hast? Steh auf!
Er beschimpfte Azam dann als Hure, die wohl einen Ehemann suche, und sich deshalb auf das Podest gestellt habe.
Dann blätterte er in ihrer Akte und fragte:
„Fährst du Auto? Hast du einen Führerschein? Damit ist jetzt Schluss, du wirst nicht mehr Auto fahren.“ Darauf wurde ihr Auto drei Monate lang beschlagnahmt.
Mansuri fragte weiter: „Arbeitest du? Du bist verrückt, du bist gar nicht arbeitsfähig. Du darfst künftig nicht mehr arbeiten.“ Und zwei Tage später erfuhr sie, dass Akram Masurimanesh, die Direktorin des Instituts für Frauenstudien und -forschung, vorgeladen und aufgefordert worden war, Azam Jangravi zu entlassen. Sie wurde entlassen und erhielt nicht einmal ihren letzten Monatslohn ausgezahlt.
Dann fragte Mansuri: „Studierst du? Das hat jetzt ein Ende, du bist nicht befähigt, zu studieren. Zwei Monate später, als sie ihre Abschlussarbeit an der gemeinnützigen Hochschule Eyvanekey (zwischen Teheran und Garmsar gelegen) zum Thema „Künstliche Intelligenz und Roboter“ ablegen wollte, wurde ihr gesagt, sie dürfe das nicht. So konnte sie ihr Studium nicht abschließen.
Eine weitere Drohung von Richter Mansuri betraf Azams Tochter. Er sagte zu Azam: „Du bist verrückt, du hast kein Recht, die Fürsorge über ein Kind auszuüben. Ich nehme dir deine Tochter weg und übergebe sie an die Vormundschaftsbehörde.“
Obwohl Azam sich nach dem Gesetz hatte scheiden lassen und auch die Vormundschaft über die Tochter besaß, wollte Mansuri sie ihr nehmen.
Während des Verhörs rief Richter Mansuri den Ermittler an und fragte ihn, warum er Azam noch nicht ins Qaretschak-Gefängnis geschickt habe. (Das ist ein besonders berüchtigtes Gefängnis im Iran).
Richter Mansuri sorgte dafür, dass Azam Jangravi wegen des Protests gegen die Zwangsverschleierung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt wurde und dass außerdem eine Stunde nach dieser Verhandlung eine zweite Verhandlung zur Aberkennung der Vormundschaft über die Tochter durchgeführt wurde. Gegen geltendes Recht verpflichtete dieses Gericht die Mutter, ihre Tochter an den Vater zu übergeben, der sich die letzten fünf Jahre nicht für seine Tochter interessiert hatte. Azam Jangravi ging dann zu dem Gericht, dass das Scheidungsurteil ausgesprochen hatte, aber die konnten es nicht im System finden, obwohl Azam den Vollstreckungsbefehl des Urteils vorlegen konnte. Es blieben nur noch zehn Tage bis zur festgesetzten Frist, als die Mutter beschloss, mit ihrer Tochter zu fliehen. Über die Türkei flohen sie in einen Drittstaat, um sich vor weiterer Verfolgung zu schützen. Dort hat Azam Jangravi nun von den angeblichen Tod dieses Richters erfahren.

http://www.pyknet.net/1399/09tir/02/page/mansouri.htm
vom 22.06.2020
روزنامه جمهوری اسلامی: قتل بود نه خودکشی

آیا قاضی منصوری از آلمان برای

مرگ به بخارست پاس داده شد؟

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=209033
vom 2. Tir 1399 (22.06.2020)
چرا تصویری از جسد قاضی منصوری منتشر نشده است

https://news.gooya.com/2020/06/post-39988.php
vom 20. Juni 2020
دختر خیابان انقلاب، چگونه قاضی منصوری زندگی مرا ویران کرد

https://fa.wikipedia.org/wiki/غلامرضا_منصوری

https://en.wikipedia.org/wiki/2017%E2%80%932019_Iranian_protests_against_compulsory_hijabhttps://fa.wikipedia.org/wiki/دخترانخیابانانقلاب

Sanandadsch (Iran – Kurdistan): Verhaftung von Sunniten

Das Menschenrechtsnetzwerk Kurdistan (Kurdistan Human Rights Network) meldete am Sonntag, dass während des muslimischen Fastenmonats Ramadan mindestens 10 Sunniten in Sanandadsch verhaftet wurden.

Es handelt sich um Mitarbeiter und Studenten der Theologischen Schule der Sunniten in Sanandadsch. Diese Schule wurde unter der Leitung von Momusta Hossein Alimoradi vor rund 7 Jahren gegründet, um den Sunniten zu ermöglichen, ihre Religion zu studieren.

Anfang des Monats Ramadan wurde Momusta Alimoradi zusammen mit seinem Sohn, Mohammad Sahib Alimoradi, von der Geheimdienstbehörde in Sanandadsch vorgeladen. Momusta Hossein Alimoradi, der selbst an der Theologischen Schule unterrichtet, wurde nach mehrstündigem Verhör wieder freigelassen, sein Sohn dagegen wurde festgenommen und in die Haftanstalt des Geheimdienstes von Sanandadsch verlegt. Danach wurden mehrere Studierende dieser Schule bei Razzien der Sicherheitskräfte auf ihre Wohnungen unter Prügeln verhaftet und in die Haftanstalt des Geheimdienstes von Sanandadsch verbracht. Einer der Verhafteten wurde am 3. Chordad (23. Mai) gegen Hinterlegung einer Kaution im Wert von 200 Mio Tuman auf freien Fuß gesetzt, von den anderen ist derzeit nichts bekannt.

Quelle

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=207015 vom 4. Chordad 1399 (24. Mai 2020)
بازداشت ۱۰نفر از کارکنان و محصلان مدرسه مذهبی اهل سنت در سنندجازکار سنندجکنان مدرسه مذهبی اهل سنت در سنندجو محصلان مدرسه مذهبی اهل سنت در سنندجمحصلان مدرسه مذهبی اهل سنت در سنندجمدر سنندجسه مذهبی اهل سنت در سنندجمذهبی اهل سنت در سنندجاهل سنت در سنندجسنت در سنندجسن

Iran: Iranisch-französische Forscherin seit anderthalb Monaten im Hungerstreik

Fariba Adelkhah, seit 24. Dezember 2019 im Ewin-Gefängnis in Teheran im Hungerstreik


Fariba Adelkhah, die zusammen mit ihrem Gefährten Roland Marchal Mitte 2019 verhaftet wurde, wird seitdem ebenso wie ihr Gefährte im Ewin-Gefängnis in Teheran in Haft gehalten. Fariba Abdelkhah, eine Forscherin des Instituts für Politikwissenschaften in Paris, ist am 24. Dezember 2019 in Hungerstreik getreten, um gegen ihre Inhaftierung zu protestieren. Ihre Akte liegt zusammen mit der ihres Freundes bei der 15. Kammer des Revolutionstribunals von Teheran, in den Händen des berüchtigten Richters Salawati. Den beiden wird „propagandistische Tätigkeit gegen das System“ sowie „krimineller Zusammenschluss gegen die nationale Sicherheit“ vorgelegt, als rein politische Tatbestände.

Fariba Adelkhah ergeht es wie einer Reihe anderer Doppelstaatler, die neben der ausländischen noch die iranische Staatsbürgerschaft besitzen. Der Iran entlässt sie nicht aus der Staatsbürgerschaft und behandelt sie anschließend als „eigene“ Bürger, ohne dass sie den Schutz der Botschaft in Anspruch nehmen können, zu dem ausländische Staatsbürger berechtigt sind.

https://www.radiofarda.com/a/30426834.html
vom 21. Bahman 1398 (10. Februar 2020)
فریبا عادل‌خواه بیش از یک ماه و نیم در اعتصاب غذاست

Iran: Reporter ohne Grenzen über den Abschuss des ukrainischen Flugzeugs

Auf dem Plakat der Frau steht:
Xatayetan sahwi bud,
dorughetan amdi bud.
Euer „Fehler“ war versehentlich,
eure Lügen waren mit Absicht.


Am 8. Januar 2020 stürzte im Iran ein ukrainisches Flugzeug ab. Dabei kamen alle 176 Menschen an Bord ums Leben. Drei Tage lang berichteten die iranischen Medien, es habe sich um ein technisches Versagen gehandelt. Später teilten die Pasdaran mit, dass das Flugzeug „aufgrund menschlichen Versagens“ mit einer Rakete abgeschossen wurde.
Mindestens 21 Journalisten im Iran, die die staatlichen Lügen anprangerten, wurden seitdem vom Geheimdienst der Revolutionswächter oder vom Geheimdienstministerium vorgeladen und verhört. Viele sahen sich gezwungen, ihre Facebook-, Twitter- oder Instagram-Konten zu schließen. Bislang wurde noch keiner verhaftet, aber dieses Schicksal droht ihnen jeden Moment.
Diese und weitere Details über die Zensur finden sich in einem heute veröffentlichten Bericht der Organisation Reporter ohne Grenzen.

https://rsf.org/en/news/irans-journalists-twofold-victims-state-lie-about-ukrainian-jet-crash
February 6, 2020

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=199945
vom 17. Bahman 1398 (6. Februar 2020)
گزارش‌گران بدون مرز: دروغ حکومتی در سرنگون کردن هواپیمای اوکراینی : دستکم ۲۱ روزنامه‌نگار احضار و تهدید شده‌اند