Faezeh Hashemi über Ebrahim Raisi und die Katastrophen, die der Iran über sein eigenes Volk brachte

Faezeh Hashemi Rafsandschani

Faezeh Hashemi Rafsandschani, ehemalige Abgeordnete und Tochter des ehemaligen iranischen Präsidenten, sprach in einem Interview mit der Website „Iran Watch“, das am Montag, 10. Januar 2022 veröffentlicht wurde, kritisch über den iranischen Staatspräsidenten Ebrahim Raisi:

„Tatsächlich tut er [Ebrahim Raisi] selbst nichts, einige Leute hinter den Kulissen führen den Präsidenten und beeinflussen seine Entscheidungen.“

Bei den Präsidentschaftswahlen im Juni, die von der Opposition weithin boykottiert wurden, wurde Ebrahim Raisi mit 18 Millionen Stimmen, zum Sieger erklärt. Das entspricht 30% der Wahlberechtigten. Nach Angaben des iranischen Innenministeriums lag die Wahlbeteiligung bei 48,8 %, was die niedrigste Wahlbeteiligung in der Geschichte der Islamischen Republik ist.

Herr Raisi sei zu dieser Position gekommen, als er keine Führungsrolle inne hatte und er habe in seinem Wahlkampf behauptet, er habe „siebentausend“ Seiten Pläne zur Verbesserung der Situation im Land; er habe jedoch bisher kein von Ökonomen akzeptiertes Programm vorgelegt.

Frau Hashemi sagte außerdem: „Wir sind jetzt schlimmer als Israel, die Vereinigten Staaten oder das Pahlavi-Regime [der Iran unter dem Schah Mohammad Reza Pahlavi]“. Und weiter: „Die Katastrophen, die wir über unser eigenes Volk bringen, hat keines dieser Länder über uns gebracht“.

Frau Hashemi sagte auch: „Betrachten Sie die Zahl der 500.000 Menschen, die in Syrien getötet wurden, wir waren darin verwickel, oder im Jemen, das waren sieben Jahre Bürgerkrieg, in die wir wiederum involviert waren und wir sind Muslime. Wir haben angefangen, Muslime zu töten.“

Die ehemalige Parlamentsabgeordnete fügte hinzu: „Wenn wir die palästinensischen Opfer durch die Israelis zählen, scheint es unwahrscheinlich, dass wir auf hunderttausend oder zweihunderttausend Menschen kommen werden. Wir haben mehr Muslime getötet als Israel.“

Der Iran hat im syrischen Bürgerkrieg der Regierung von Bashar al-Assad zusammen mit Russland jede mögliche militärische und finanzielle Unterstützung gegen seine Gegner bereitgestellt, ein Krieg, der mehr als eine halbe Million Tote und Millionen Vertriebene forderte.

Die Islamische Republik Iran unterstützt auch schiitische Huthis militärisch, die während des jemenitischen Bürgerkriegs die Hauptstadt und Teile des Landes kontrollieren.

Quelle:

https://www.radiofarda.com/a/faezeh-hashemi-ebrahim-raeisi-not-president/31647794.html

Bektasch Aptin – Dichtung mit dem Vorschlaghammer

Bektasch Aptin

Dein Blatt

war das Fallen des Herbstes vom Baum

eines poetisch-traurigen Herbstes

die Hand, die deine Kehle in der Straße verschwinden ließ

hat dich verewigt

und das einzige, was an dir ungültig geworden ist,

ist der Ausweis

und der Coupon für verbilligten Reis in deinen Taschen

barg-e to

oftâdane pâyizi az deraxt bud

pâyize shâ°erâne-ye ghamgin

dasti ke galu-ye to-râ dar xiyâbân gom kard

to-râ jâwdân kard

wa tanhâ chizi ke dar to bâtel shod

shenâsnâme

wa kupon-e berenj dar jibhât bud

(Bektasch Aptin)

«برگ تو
افتادن پاییزی از درخت بود
پاییز شاعرانه غمگین
دستی که گلوی تو را در خیابان گم کرد
تو را جاودان کرد
و تنها چیزی که در تو باطل شد
شناسنامه
و کوپن برنج در جیب‌هات بود»

Dieses Gedicht hatte Bektasch Aptin Mohammad Mochtari gewidmet, einem der Opfer der Serienmorde des iranischen Geheimdienstes. 23 Jahre später ist der Schreiber dieses Gedichts, Bektasch Aptin, selbst dem Regime zum Opfer gefallen. Bektasch Aptin war Dichter, Mitglied des iranischen Schriftstellerverbandes, Filmregisseur und politischer Gefangener. Am 18. Dey (8. Januar 2022) ist er an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben. Oder muss man sagen, er ist daran gestorben, dass ihm das Regime eine angemessene Behandlung verweigert hat?

ich habe den schweren Vorschlagshammer

gegen den lächerlichen Kreis meiner Einsamkeit

gegen die Wanduhr

aufgezogen

potak-e sangin bar dâyere-ye mod.h.ek-e

tanhâ’iyam-râ

bar sâ°at-e diwâri kuk karde’am.

Bektasch Aptin wurde 1353 (1974) geboren und hat fünf Gedichtsbände veröffentlicht. Als Filmregisseur hat Bektasch Aptin sich auf Dokumentarfilme über gesellschaftliche Phänomene konzentriert. Er sagt, dass die Zensur dabei wesentlich strenger ist als bei anderen Filmen, bei denen ja nicht der Anspruch erhoben wird, die Wirklichkeit zu zeigen und im Zweifelsfall das Ganze als Fiktion deklariert werden kann.

1391 (2012), als Monizhe Najam-Eraqi, die gewählte Sekretärin des Schriftstellervereins, verhaftet wurde, wurde Bektasch Aptin zum Nachfolger gewählt. 2016 wurde Bektasch Aptin mehrfach verhört, zu seinen Filmen, seiner Tätigkeit im Schriftstellerverein, zur Teilnahme an Straßenprotesten von 2009. Mitte 2016 wurde Bektasch Aptin verhaftet. Er wurde zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Und im Gefängnis ist er jetzt gestorben.

https://www.radiofarda.com/a/who-is-baktash-abtin-poet-who-died-in-prison/31645204.html

ضد نظام سانسور؛ بکتاش آبتین که بود؟بکتاش آبتین شاعر، فیلمساز و زندانی سیاسی در حالی شنبه ۱۸ دی، پس از یک دوره ابتلا به کرونا جان خود را از دست داد، که مأموران جمهوری اسلامی او را از درمان به‌موقع محروم کرده بودند.www.radiofarda.com

vom 18. Dey 1400 (8. Januar 2022)

ضد نظام سانسور؛ بکتاش آبتین که بود؟

Die Auswanderungswelle hat die Arbeiter erreicht

Soziologeprofessor Amanullah Qaraei Moghaddam (Teheran)

Laut einer Telefonumfrage des Q-Analytics Center bei 1.300 iranischen Einwohnern gaben 33% der Befragten an, aus dem Iran auswandern zu wollen, und 80% sagten, sie wollten eine bessere wirtschaftliche Situation erreichen oder aus einer schlechten Situation herauskommen.

Der Soziologeprofessor Amanullah Qaraei Moghaddam (Teheran) erklärte hierzu: „Unsere Arbeitskräfte, von Ärzten über Journalisten bis hin zu Arbeitern und Ökonomen, sind diejenigen, die die Gesellschaft regieren.“ Der Abzug dieser Arbeitskräfte bedeute den Abzug von Kapital aus dem Iran. Wenn wir diese Truppen entsendeten, ginge die Hauptstadt des Landes an die Türkei, Europa und anderswo.

Der Soziologe betonte, dass wir uns nicht nur in Fällen wie der Auswanderung von Maryam Mirzakhanis [einer aus dem Iran stammende Mathematik-Professorin der Stanford University, Kalifornien] Sorgen machen sollten, sondern auch bei der Migration einfacher Arbeiter und fügte hinzu: „All dies sind die strategischen Vermögenswerte des Landes und sie leiten die Gesellschaft.“ Jede junge Kraft, die das Land verlässt, ist ein Juwel und eine ganze Großstadt verlässt das Land. In einer solchen Situation müssen sie [als Ersatz] Arbeitskräfte aus Afghanistan und Pakistan importieren und der Iran steht vor kulturellen Herausforderungen.

Amanullah Qaraei Moghaddam erklärte weiter: „Unsere jungen Leute fühlen sich leider erstickt und haben das Gefühl, dass ihre Zeit verschwendet ist und niemand ihnen einen echten Lohn zahlt.“

Dieser Soziologe betonte, dass man wissen sollte, dass Brain-Drain und Arbeitskräfteflucht jeglicher Art schädlich sind für den Iran, und sagte: In einer solchen Gesellschaft floriert weder die Wirtschaft noch können die Arbeitskräfte widerstehen; infolgedessen flieht die Arbeitskraft lieber und die Gesellschaft wird entleert.

Quelle:
https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=239734

Iran: Bald Erdölimporteur?

Bild des Ölfeldes Soroush im Persischen Golf

Mahsan Khojaste-Mehr, Exekutivdirektor des Nationalen Erdölgesellschaft des Irans, hat erklärt, dass man mit der derzeit im Iran existierenden Technologie weniger als 30% der vorhandenen Erdöl- und Gasreserven im Lande ausbeuten kann.

Der Iran verfügt über die zweitgrößten Erdgas- und die viertgrößten Erdölvorkommen der Welt, ist aber mit einem starken Rückgang der Produktion konfrontiert. Das sei auf fehlende Technologie durch die Wirtschaftsembargen und die Misserfolge des Staates zurückzuführen.

Laut Angaben des iranischen Erdölministeriums und der US-Energiebehörde haben 80% der aktiven Erdölfelder im Iran schon die erste Hälfte ihrer Lebenszeit überschritten, so dass jährlich mit einem Rückgang von 8-12% der Fördermenge zu rechnen sei.

Laut Javad Ouji, dem iranischen Erdölminister, ist die Tagesproduktion an Erdöl im Iran von 30.000 bis 50.000 Barrels auf 1000 bis 2000 Barrels gesunken. Der Erdölminister warnte, der Iran müsse 160 Milliarden Dollar (?) im Erdöl- und Erdgasbereich investieren, sonste werde der Iran künftig Netto-Importeur dieser Produkte.

Nach Angaben von Javad Ouji liege der Ausbeutungskoeffizient (Recovery Factor) der Erdölfelder im Iran nach amtlichen Angaben bei 20%, durch Injektionen von Wasser und Gas werde dieser auf 25% gesteigert.

Laut Angaben der Britischen Erdöl- und Erdgasbehörde ist dieser Ausbeutungskoeffizient für jedes Erdölvorkommen verschieden. Er hängt ab von der Porosität des Gesteins, dessen Durchlässigkeit, Aufteilung in einzelne Kammern durch geologische Prozesse, von der Sättigung des Öls mit Wasser, von den Fließeigenschaften des Rohöls u.a. 2017 betrug der Ausbeutungskoeffizient für britische Erdölvorkommen auf dem Kontinentalschelf 43%.

Radio Farda nennt Beispiele aus der Golfregion für diesen Ausbeutungskoeffizient. Saudiarabien hat die Ausbeutung im Erdölfeld von Ghawar 2015 auf 30% gesteigert. Dann hat es das bei der Ausbeutung freiwerdende Kohlendioxid wieder eingefangen und in die Felder zurückgepumpt, so dass die Ausbeutung für das Erdölfeld Ghawar jetzt bei 50% liegt. Ein Koeffizient von 70% wird angestrebt.

Qatar, das gemeinsam mit dem Iran das Erdölfeld Pars Janubi ausbeutet, hat mit Hilfe ausländischer Firmen zehnmal größere Erdölplattformen gebaut als der Iran und ist so zum größten Flüssiggas-Exporteur der Welt geworden. Nach Unterzeichnung des Atomabkommens zwischen dem Iran und den westlichen Industriestaaten hatte die französische Firma Total vor, ebenfalls im Erdölfeld Pars Janubi zu investieren. Als die USA sich aus dem Abkommen zurückzog, hat auch Total von dem Vertrag Abstand genommen.

Der Artikel, der sich auf den Erdöl-Manager Mahsan Khojaste-Mehr und den Erdölminister Ouji beruft, macht dafür die rückständige Technologie verantwortlich, über die der Iran verfügt.

Mit keinem Wort erwähnt der Artikel die massive Militarisierung der Erdölfelder, die Auslagerung der Produktion auf Leiharbeiter zu immer schlechteren Löhnen und die zunehmenden Streiks, die daraus resultieren. Der Grund dafür mag darin liegen, dass lukrative Posten in der Erdölwirtschaft im Iran der Kontrolle der Revolutionswächter und des Religiösen Führers unterliegen (dies wird hier als widerlegbare Vermutung geäußert) und die Inhaber solcher Posten sich hüten werden, ihren Schutzpatronen ans Bein zu pissen.

Welches Gewicht der technologische Rückstand und welches die miserablen Arbeitsbedingungen haben, erfahren wir daher nicht.

Ob es im Endeffekt für die iranische Bevölkerung von Vorteil ist, wenn die Vorkommen später ausgebeutet werden und die Vorräte länger halten, ob es für die Klimaentwicklung ein Vorteil ist, wenn der Iran hier nicht voranprescht, sind ebenfalls Fragen, die außen vor bleiben.

Denn im Iran zählt ebenso wie hierzulande das Geld, das jetzt flüssig gemacht werden kann, und nicht der Schaden, der die jetzt heranwachsenden Generationen belasten wird.

Quellen:

https://www.radiofarda.com/a/31617608.html

مقام ارشد وزارت نفت: فعلا کمتر از ۳۰ درصد منابع نفت ایران قابل استخراج است

Vom 29. Adhar 1400 (20.12.2021)

September 2017

Die Erhöhung der Gehälter und Sozialleistungen iranischer Lehrer wurde nach weit verbreiteten Protesten genehmigt

Ein Foto der jüngsten Lehrerproteste in Qom

Der Gesetzentwurf zur Erhöhung der Gehälter und Sozialleistungen für LehrerInnen wurde nach etwa zehn Jahren der Ungewissheit vom Parlament verabschiedet. In diesen Jahren haben Lehrer immer wieder mit Protestkundgebungen zu seiner Zustimmung aufgerufen.

In diesem Zusammenhang veranstalteten iranische Lehrer vom 12. bis 14. Dezember in Dutzenden von Städten groß angelegte Protestkundgebungen, um gegen die Nichtumsetzung des „Lohnstufenplans“ und des „Gesetzes des Gleichstellungsrechts“ zu protestieren. Die Versammlung von Lehrern vor dem Parlament in Teheran wurde von Sicherheitskräften angegriffen und einige Lehrer festgenommen.

Im Anschluss an diese Ereignisse hat der Koordinierungsrat der iranischen Kulturvereinigungen am Dienstagabend, den 14. Dezember, eine Erklärung veröffentlicht. Er gab den Abgeordneten bis Sonntag, den 19. Dezember, Zeit, eine „echte Besoldung und Gleichstellung“ zu billigen und inhaftierte Lehrer, darunter Rasoul Badaghi, freizulassen.

Der Rat warnte in seiner Erklärung, dass die Lehrer ihre Proteste ansonsten ab dem kommenden Dienstag, den 19. Dezember, fortsetzen würden.

Der Anstieg landesweiter Proteste von Pädagogen und die Verabschiedung von Artikel 6 des Gesetzes über die Besoldung von Lehrern kommen zu einer Zeit, in der die Islamische Republik mit vielen wirtschaftlichen Problemen konfrontiert ist, unter anderem aufgrund von Wirtschaftssanktionen aufgrund ihrer Aktivitäten im Nuklearbereich.

Nach Angaben des Statistikzentrums des Iran lag die jährliche Inflationsrate im November bei 44,4 Prozent, und nach offiziellen Statistiken des Arbeitsministeriums hat der Durchschnittspreis von mehr als 83 Prozent der Lebensmittel im Iran das Krisenniveau überschritten.

Quellen:

افزایش حقوق و مزایای معلمان ایران پس از اعتراضات گسترده تصویب شد
https://www.radiofarda.com/a/iran-parliament-ratifies-bill-teachers-salary-raise-protests/31610071.html

Iran: Wir sind Gottes Schlägertruppe

Eine Skizze vom Gesicht von Gouhar Eshqi – von Homa Skandari

Gouhar Eshqi war am 18. Adhar 1400 (9. Dezember 2021) zu Fuß unterwegs, als sie von zwei Motorradfahrern eingeholt wurde. Einer von ihnen stieg ab und stieß sie gegen die metallenen Gitterstäbe eines Zauns. Er fügte ihr schwere Gesichtsverletzungen zu. Vor etwa einem Monat war Gouhar Eshqi zusammen mit Familienangehörigen festgenommen worden. Dabei sagte einer der Beamten zu ihnen: „Es werden nicht immer alle im Gefängnis und unter Folter getötet. Manche werden auch durch einen Unfall oder einen Streit oder einen anderen Vorfall ums Leben kommen.“

Gouhar Eshqi setzt sich aufgrund der Verhaftung und Ermordung ihres Sohns Sattar Beheshti seit 9 Jahren für die Menschenrechte der Gefangenen ein. Sie und ihre Tochter wurden wiederholt bedroht und schikaniert. Ihr Sohn war wegen seiner politischen Blogs verhaftet und umgebracht worden.

Ali Afshari, der Verfasser des Artikels, der bei Radio Farda veröffentlicht wurde, ist sich sicher, dass die Motorradfahrer von den iranischen Sicherheitsorganen organisiert wurden. Er schreibt, dass die Hinzuziehung Dritter zur Ausübung staatlicher Gewalt außerhalb des Rahmens staatlicher Organe ein Wesensmerkmal der Islamischen Republik seit ihrer Gründung ist. Ali Afshari weist darauf hin, dass die Geistlichkeit schon früh eine Bündnis mit sozialen Randgruppen eingegangen ist, mit ungebildeten Gewalttätern (er verwendet die Ausdrücke: jâhel – unwissend, ignorant, und lât – so etwas wie Lumpenproletariat), um ihre Ziele voranzutreiben. Dieser gewaltbereite Personenkreis wird amtlich dann als „Ommate Hezbollah“ (Die Gemeinschaft der Gottespartei) oder als „Niruhaye mardomiye xodjush“ (Spontane Volkskräfte) tituliert, was suggeriert, sie handelten aus Gründen der (richtigen) religiösen Überzeugung bzw. „aus dem Volk heraus“. Diese Kräfte werden von den Revolutionswächtern (Pasdaran) organisiert und ausgebildet. Zu Beginn der Revolution wurden solche Personen auch in den Komitees eingesetzt, das waren während der Revolution 1979 gebildete „Sicherheitsorgane“, die rasch die Funktion von Polizei und Haftzentren übernahmen. Damals wurden sie auch als „Schamschire Eslam“ (Schwert des Islams) bezeichnet.

Heute sind solche schlagkräftigen Gruppen auch über den Iran hinaus im Libanon und Irak aktiv, wohin die Pasdaran ihre Tätigkeit ausgeweitet haben.

Die ideologische Grundlage für diese gewaltsamen Aktivitäten im rechtsfreien Raum hat Ajatollah Chomeini geschaffen, und zwar mit dem Ausdruck: „Hefze nezâm oujabe wâjebât ast.“ Die Bewahrung des Systems (der Islamischen Republik) ist die höchste aller (religiösen) Pflichten. Damit wird eine rechtfreier Raum jenseits von staatlicher Gesetzgebung, von moralischen Regeln und auch jenseits des islamischen Rechts, der Scharia, geschaffen. Der Satz heißt übersetzt: Der Zweck heiligt die Mittel. Und der Zweck ist der Erhalt des Systems. Dies ist die Norm, die der Begründer der Islamischen Republik und damalige Religiöse Führer geschaffen hat.

Hier hat die absolute Rechtlosigkeit ihre absolute religiöse Verankerung erhalten. Die Angreifer und Schläger handeln in höherem Auftrag zur Wahrung der Herrschaft Gottes auf Erden.

So lässt sich erklären, wieso diese Männer eine alte Frau angreifen, die ihre Großmutter sein könnte. Ali Afshari betont, dass der Respekt vor älteren Menschen ein wesentlicher Bestandteil der iranischen Kultur sei und dieses Vorgehen gegen Gouhar Eshqi daher völlig aus dem Rahmen falle.

Afshari bezeichnet diese Leute als mafiös, kriminelle Gruppen, Verbrecher, Lumpen. Und weiter: „Die schändliche Art des Umgangs mit Gouhar Eshqi, dieser mutigen und leidgeprüften Frau, spiegelt sehr gut den gefährlichen Charakter dieser ahrimanischen Vereinigung wieder.“ Ahriman ist laut dem persischen Wörterbuch von Junker/Alavi das Oberhaupt der Dämonen, das Zentrum des Bösen. Und genau da stehen wir (nicht nur in der iranischen Gesellschaft). Wir haben im Laufe des Lebens oft religiös geprägte, später evtl. vom Kommunismus etc. überarbeitete Vorstellungen von Gut und Böse übernommen, nach denen wir die anderen und uns selbst einstufen. Die Neigung ist groß, uns auf die Seite „des Guten“ und die Gegner auf der Seite „des Bösen“ zu finden. Das gilt für das Lager von Ali Afshari genauso wie für das Lager dieser „ahrimanischen Kräfte“. Solange wir für uns selbst und die Gegenseite nicht alle Wertungen zulassen, schaffen wir mit solchen Einstufungen die Grundlage für den nächsten Ajatollah, den nächsten Führer, den nächsten Präsidenten oder Erleuchteten, der für seine Seite die berechtigten Ausnahmen von den eigenen Normen zulässt, wenn es darum geht, die Gegenseite zu bekämpfen.

Quellen:

https://www.radiofarda.com/a/31608415.html

vom Di 23. Adhar 1400 (14. Dezember 2021)

حمله به گوهر عشقی، بازنمایی ماهیت گانگستری

جمهوری اسلامی

https://middleeast.in-24.com/world/381813.html

https://fa.wikipedia.org/wiki/اهریمن

https://de.wikipedia.org/wiki/Ahriman

Iran im Spiegel der Statistik

Anstieg der Kinderehen um 32%

Laut Salamat News hat sich trotz der Warnungen von Experten und Aktivisten aus dem Frauen- und Kinderbereich vor den katastrophalen Folgen der Kinderheirat der Trend dieses Phänomens im Iran nicht nur nicht verlangsamt, sondern deutlich beschleunigt, so dass im ersten Quartal dieses Jahres die Zahl der Kinderehen um 32% anstieg. Nach jüngsten Statistiken des Nationalen Statistikzentrums wurden im Frühjahr dieses Jahres 2021 9.753 iranische Kinder mit einer Kinderehe aus der Welt der Kindheit ins Erwachsenenalter geworfen, und damit der Möglichkeit beraubt, die Kindheit als Tage der Unbeschwertheit zu erleben. Das ist die höchste vierteljährliche Zahl der letzten zwei Jahre. Somit wurde der letztjährige Rekord der saisonalen Heiratsstatistik von Mädchen in der Altersgruppe zwischen 10 und 14 Jahren gebrochen. Natürlich bezieht sich diese Statistik nur auf die beim Standesamt eingetragenen Ehen, und es ist nicht klar, wie viele dieser Ehen nicht eingetragen sind.

Gemäß Artikel 1041 des Bürgerlichen Gesetzbuches ist die Eheschließung eines Mädchens vor Vollendung des 13. Lebensjahres und eines Jungen vor Vollendung des 15. Lebensjahres mit Zustimmung des Erziehungsberechtigten erlaubt.

Auswanderung

In den letzten 3 Jahren sind 4.000 Ärzte und 300.000 Personen mit Master- und Doktortitel aus dem Iran emigriert.

Luftverschmutzung

Ein Beamter des iranischen Gesundheitsministeriums sagt, dass im Jahr 2020 in Teheran 3.751 Todesfälle aufgrund der Folgen der Luftverschmutzung und des Vorhandenseins von Schwebstoffen in der Luft der iranischen Hauptstadt aufgetreten sind. Laut Shahsoni (Zuständig für das Gesundheitsministerium des Iran) war die durchschnittliche Feinstaubkonzentration in iranischen Städten im vergangenen Jahr fast sechsmal höher als der Grenzwert der Weltgesundheitsorganisation.

Bildungsarmut

Hadi Khaniki, Professor für Kommunikationswissenschaften, von der Allameh-Tabataba’i-Universität in Teheran erklärte am 30. Aban 21. November 2021 dass Online-Bildung die Bildungsarmut verschärft hat. So brachen 30 bis 50% der Schülerinnen und Schüler, das sind 4,5 bis 7 Millionen, die Ausbildung während der Corona-Krise ab. 3 bis 3,5 Millionen Schüler haben keinen Zugang zu Smartphones und Tablets. Prof. Khaniki sagte: „arme Gruppen erlitten ein schweres schulisches Versagen, weil sie keine Lehrmittel verwenden konnten, und diese Gruppen, insbesondere diejenigen in der Grundschule, verloren einen Großteil ihrer Lernmöglichkeiten für immer.“

Inflation

Ein neuer Bericht des Statistikzentrums des Iran zeigt, dass die Nahrungsmittelinflation in den letzten 12 Monaten bis November 2021 60,1% erreicht hat.

Quelle:

Montag, 15 Azar 1400, entspricht 6. Dezember 2021
Zusammengestellt von Mariam Oskui

Iran: Die Kupfermine Süngün

Zweitausend Arbeiter im Sungun-Kupferkomplex streiken

Die Kupfermine Süngün liegt im Qare-Dagh-Gebirge etwa 30 km vom Kreiszentrum Varzaqân und 130 km von Tabris entfernt.

Diese Gebirgskette stellt eine Fortsetzung des Kleinen Kaukasus dar, der sich durch Aserbaidschan und Armenien zieht. Das Kupfervorkommen in Süngün ist schon seit der Qadscharen-Zeit bekannt, die Erkundung der Vorkommens mit modernen Methoden erfolgte jedoch erst im 20. Jahrhundert. Von 1368-1371 (1989-1992) führten die iranische Firma Olangco und eine nicht genannte britische Firma Probebohrungen durch, um das Kupfervorkommen zu vermessen. Das Vorkommmen liegt auf einer Höhe von durchschnittlich 2000 m über dem Meer und wird im Tagebau abgebaut.

Umwelt

Durch das Gebiet des Kupfer-Komplexes Süngün fließen zwei Flüsse, deren Wasser letztlich den iranisch-aserbaidschanischen Grenzfluss Aras erreicht, es gibt Klärbecken und einen großen Stausee. Die Auswirkungen des Kupferabbaus auf die Umwelt in der Region liegen weder im Blickfeld des persischen Wikipedia-Autors noch der iranischen Nachrichtenagenturen. Da aktive und fachkundige Umweltschützer im Iran eher im Gefängnis als in den Medien zu finden sind, ist auch von dieser Seite nicht so leicht etwas zu erfahren.

Soziales

Immerhin lässt eine Bemerkung der persischen Wikipedi aufhorchen:

„Die Kupfermine Süngün ist nach der Inbetriebnahme zu einem Fokus der Veränderung der Machtverhältnisse im Landkreis Varzaqân geworden. Der Grund liegt im Zustrom von Arbeitslosen in dieses ärmliche Gebiet. Jeder Verantwortliche, der erschien, versuchte, seine Anhänger in dieser Mine unterzubringen. Das führte zu einer heftigen Polarisierung und zu einem kulturellen Bruch in der Region. Süngün hätte eigentlich zu einem Wachstumsfaktor in der notleidenden Region Varzaqân werden können. Stattdessen dient es der Schaffung müheloser und schneller Einkommen und führt zu zahllosen Ungerechtigkeiten im ganzen Landkreis.“

Da nimmt es nicht Wunder, dass auf der Webseite des Kupferkomplexes (nicico) zwar das Register mas’uliyate ejtema’i – soziale Verantwortung vorkommt, aber wenn man es anklickt, stößt man auf die Bemerkung: Seite im Aufbau befindlich…

Der Konflikt

Am 22. November 2021 (1. Adhar 1400) berichtet die Webseite Akhbar-rooz (Nachrichten des Tages), dass am 6. Oktober 2021 (14. Mehr 1400), nach drei Streiktagen der Arbeiter des Kupfer-Komplexes von Süngün, der Exekutiv-Direktor des Nationalen Kupferunternehmens (Sherkate Melliye Mes) Sa°d-Mohammadi sich mit den Arbeitervertretern zu Besprechungen zusammengesetzt hat und versprochen hat, die Forderungen der Arbeiter umzusetzen. Er gab bekannt, dass jetzt einjährige Arbeitsverträge abgeschlossen werden. Die Arbeiter hatten u.a. gefordert, dass die Tätigkeiten korrekt in die verschiedenen Kategorien gruppiert werden und dass nicht zwischen den direkt angestellten Arbeitern des Kupferunternehmens und Mitarbeitern von „Satelliten“firmen diskriminiert werden soll.

Auf den ersten Blick ein Erfolg der streikenden Arbeiter.

Anlass des Artikels vom 22. November ist allerdings die Meldung, dass am Sonntag, den 21. November 2021 (30. Aban 1400) ab 22 Uhr die Arbeiter der Subunternehmen (de facto Leiharbeitsfirmen) Ahan-Ajin, Mobin, Nou-Awaran, Zahl u.a. in den Streik getreten sind und die Produktion gänzlich lahmgelegt haben, um gegen die Entlassung von 60 Arbeitern zu protestieren. Bei den 60 entlassenen Arbeitern handelt es sich um Aktivisten der Arbeiterbewegung und Arbeitervertreter.

Mit anderen Worten: Die Geschäftsführung signalisiert an die Medien Gesprächsbereitschaft, macht dann aber die „Rädelsführer“ ausfindig und entlässt sie sechs Wochen später in Bausch und Bogen. Wenn die Arbeiter jetzt klein beigeben, hat die Firmenleitung gewonnen. Deshalb der Streik.

Die nächste Runde: Revolutionswächter als Streikbrecher

Die nächsten Meldungen stammen vom 13. Adhar 1400 (4. Dezember 2021). Akhbar-rooz berichtet, dass über 2000 Leiharbeiter, die im Kupfer-Komplex von Süngün (Kreis Varzaqân) arbeiten, auf dem Gelände der Kupfermine einen 4-stündigen Protestmarsch über 10 Kilometer abgehalten haben. Es ist vom 5. Streiktag die Rede, das heißt, die Arbeiter streiken seit 30. November. Anlass für den Protestmarsch war die Information, dass die Leitung des Kupfer-Komplexes in Absprache mit dem Pasdaran-Stützpunkt Khatamu l-Anbiya vorhatten, abgebautes Gestein mit Lastwägen zu den Steinbrechern zu befördern, um so den Streik zu unterlaufen….

Belagerung der Arbeiter Sungun-Mine

Fast-Unfall oder Wink mit dem Eisenträger?

Gegen Ende des vierstündigen Fußmarsches bei Eiseskälte (wir befinden uns auf 2000 Meter Höhe!) rast auf einmal ein 10-rädriger Schwerlastkran, der Eisenträger transportiert, auf die Arbeiter zu. Kein Hupen, keine Lichtsignale, keinerlei Warnung. Er kommt die Straße runter und fährt mitten in die demonstrierende Menge von über 2000 Menschen. Die Leute reagieren schnell und es kommt zu keinem Unfall.

Ab jetzt habt ihr mit dem Staat zu tun

Am Vortag, das heißt am 3. Dezember (12. Adhar), hatte die Geschäftsleitung und der Sicherheitsdienst des Kupfer-Unternehmens zusammen mit Vertretern des Staates und der Sicherheitsorgane eine Sitzung mit Vertretern der Arbeiter abgehalten. Die Direktoren der Firma drohten den Arbeitern, wenn sie den Streik nicht abbrechen, würden sie von nun an mit dem Staat zu tun haben. Die Arbeiter bliesen den Streik aber nicht ab, solange ihre Forderungen nicht erfüllt würden.

Die Version der Firmenleitung – Staatsversion

Von dem Fast-Unfall mit dem Schwerlastkran kursierten im Internet bald Aufnahmen, die die Firmenleitung in Zugzwang brachten. Die staatliche Nachrichtenagentur veröffentlichte am 4. Dezember eine Stellungnahme der Firma (ohne dazu die Stellungnahme der Arbeiter wiederzugeben). Die Firma nimmt ausdrücklich auf die im Internet kursierenden Fotos Bezug. In der Stellungnahme ist vom Protestmarsch der Leiharbeiter die Rede, deren Forderungen nur durch einen nichtssagenden Begriff zusammengefasst werden, und dann heißt es: „Ein Schwerlastkran, der Lasten transportierte, ist aufgrund eines Bremsvorgangs und einer Kurve auf einer abschüssigen Straße außer Kontrolle geraten (…). Es kam zu keinen Verletzten.“ Es wird dann aus der Sicht des Kranfahrers geschrieben: „Wegen der fehlenden Sicht in der Kurve sieht er (plötzlich) eine Menschenmenge, die mitten auf der Straße demonstriert. Er zieht schnell die Bremse und legt einen niedrigeren Gang ein, aber wegen des abschüssigen Geländes und der schweren Last des Krans, behält er das Fahrzeug nur mit Mühe unter Kontrolle. Wie durch ein Wunder (…) fährt er mitten durch die Menschenmenge, ohne dass ein Toter zu beklagen wäre. Der unter Schock stehende Fahrer wird mit Hilfe des anwesenden Personals zu Fuß aus dem Kran geleitet und zur Gesundheitsstation des Kupfer-Komplexes gebracht.“ Die Perspektive der Arbeiter wird ausgeblendet. Dafür geht es weiter im Text: „Razavi, der Direktor des Komplexes, ist unermüdlich und Tag und Nacht bemüht, die Schwierigkeiten des ihm so lieben Personals zu beseitigen und auf seine Forderungen einzugehen.“

Es ist denkbar, dass der Fahrer des Krans von außen geholt wurde und vom ganzen Geschehen keine Ahnung hatte. Aber die Firmenleitung, die Geheimdienstorgane und die Pasdaran wussten definitiv, was los war.

Der Knüppel aus dem Sack

Am 5. Dezember wird dann deutlich, was die Firma wirklich plant. In den frühen Morgenstunden des 14. Adhar (5. Dezember) tauchen Polizeikräfte und eine Spezialgarde in größerer Zahl auf dem Gelände der Kupfermine auf und versperren den Arbeitern von außen den Zutritt aufs Gelände. Da etwa die Hälfte der streikenden Arbeiter zu Hause schläft, die andere Hälfte dagegen auf dem Gelände der Firma untergebracht ist, sind somit die Hälfte der Streikenden ausgeschlossen. Die Angehörigen der Arbeiter in Urumiye, Tabris, Ahar und Varzaqân haben angekündigt, dass sie sich auf den Weg zur Kupfermine machen werden, wenn den Streikenden etwas zustoßen sollte.

Wir könnten jetzt fragen, wohin das Kupfer aus Süngün exportiert wird. Wir könnten darauf hoffen, dass sich die Machtverhältnisse im Iran ändern und die jetzigen Machthaber entmachtet werden. Die Frage bleibt: Warum drehen wir uns im Kreis? Solche Ereignisse könnten sich auch unter dem Schah zugetragen haben, oder in Peru (Leseempfehlung: Redoble por Rancas / Trommelwirbel für Rancas, von Manuel Scorza) oder früher in der Volksrepublik Polen oder in einem kapitalistischen Staat. Was bewirken Revolutionen und neue Staatsformen, so lange die Menschen stehen bleiben?

https://fa.wikipedia.org/wiki/معدن_مس_سونگون

https://en.wikipedia.org/wiki/Sungun_copper_mine

https://az.wikipedia.org/wiki/Süngün_mis_mədəni

https://azarbaijan.nicico.com/

https://www.isna.ir/news/1400091310125/ماجرای-حرکت-جرثقیل-به-میان-کارگران-تجمع-کننده-در-مجتمع-مس-سونگون

vom 13. Adhar 1400 (4. Dezember 2021)

vom 1. Adhar 1400 (22. November 2021)

اعتصاب دو هزار کارگر مجتمع مس سونگون ورزقان؛ تجمع کارگران معدن طلای آق‌دره

vom 13. Adhar 1400 (4. Dezember 2021)

حمله با بولدیزر به راهپیمایی کارگران معدن سونگون در پنجمین روز اعتصاب

vom So, 14. Adhar 1400, (5. Dezember 2021)

محاصره کارگران معدن سونگون توسط گارد ویژه؛ در ششمین روز اعتصاب

Zwei iranische Politiker in der neuen schwedischen Regierung

https://www.iran-emrooz.net/foto1/Sweden_new_Cabinet2021.jpg
Schwedens neue Premierministerin Magdalena Anderson hat ein neues Kabinett ernannt.

Im Kabinett von Schwedens erster Premierministerin sitzen laut BBC auch zwei iranische Politiker. Der ehemalige Minister für soziale Sicherheit Ardalan Shokrabi, der in dieser Position geblieben ist, und Khashayar Farmanbar, der im neuen Kabinett zum Minister für Energie und digitale Entwicklung ernannt wurde.

Ardalan Shokrabi ist 43 Jahre alt und wurde als Sohn iranischer Eltern in Manchester, Großbritannien, geboren. Khashayar Farmanbar ist 45 Jahre alt und wurde in Buchan, West-Aserbaidschan, geboren.

Die sozialdemokratische Führerin Magdalena Anderson wurde am Montag wiedergewählt, nachdem sie Stunden nach ihrem Amtsantritt als Premierministerin vergangene Woche zum Rücktritt gezwungen worden war. In einem neuen Referendum hat das schwedische Parlament am Montag Magdalena Anderson, Vorsitzende der Sozialdemokraten, mit knapper Mehrheit zur Premierministerin gewählt.

Nach der Abstimmung wird Anderson Schwedens Einparteienregierung bis zur nächsten Wahl im September nächsten Jahres führen. Sie war am vergangenen Mittwoch zurückgetreten, nachdem die Grünen nach einem Haushaltsstreit die Koalitionsregierung verlassen hatten.
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