Irans Ölüberschuss überschreitet 120 Millionen Barrel


Während die Islamische Republik Iran ihre tägliche Rohölproduktion von 3,8 Millionen Barrel in der Zeit vor den US-Sanktionen auf etwa 1,9 Millionen Barrel im letzten Monat reduziert hat, sind die Ölexporte des Landes immer noch sehr niedrig. Die nicht verkauften Reserven haben einen Höchststand von rund 123 Millionen Barrel erreicht.

Der Iran verbraucht täglich rund 1,750 Millionen Barrel Rohöl. Damit produziert der Iran derzeit 150.000 Barrel überschüssiges Öl pro Tag.

Reuters zitierte Energie- und Rohstoffinformationsunternehmen wie Kepler und Rafinito mit den Worten, dass die iranischen Ölreserven im vergangenen Juni 66 Millionen Barrel an Land und 56,4 Millionen Barrel in verankerten Tankschiffen am Persischen Golf erreicht hätten.

Die iranischen Ölreserven an Land betrugen vor etwa sechs Monaten 39 Millionen Barrel und erreichten bis zum Frühjahr dieses Jahres 54 Millionen Barrel und letzte Woche 66 Millionen Barrel.

Kepler sagte gegenüber Radio Farda, dass die täglichen iranischen Exporte von Rohöl und Gaskondensat im ersten Quartal dieses Jahres nur 294.000 Barrel betrugen und im zweiten Quartal auf 187.000 Barrel fielen. Vor den US-Sanktionen exportierte der Iran 2,5 Millionen Barrel Öl- und Gaskondensat pro Tag.

Reuters schreibt, dass die Gaskondensatreserven des Iran stark gestiegen sind und es nicht praktikabel ist, die Produktion zu reduzieren. Gaskondensat ist eine Art ultraleichtes Rohöl, das aus Gasfeldern gewonnen wird. Wenn der Iran seine Produktion reduzieren will, muss er die Gasbohrungen schließen, was nicht praktikabel ist.

Neben der täglichen Produktion von 1,9 Millionen Barrel Rohöl beträgt die iranische Gaskondensatproduktion etwa 700.000 Barrel pro Tag, aber der Inlandsverbrauch des Gaskondensats der Islamischen Republik beträgt nur etwa 450.000 Barrel, und es bleibt keine andere Wahl, als überschüssige Produktion zu lagern.

In der Zwischenzeit schreibt Reuters, dass die iranischen Öl- und Gaskondensatspeicher vollständig gefüllt sind und kein Platz für zusätzliche Ölspeicher vorhanden ist.

China und Syrien sind die einzigen Ölkunden des Iran. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres exportierte der Iran laut chinesischer Zollstatistik täglich etwa 80.000 Barrel Öl. Keplers Statistiken zeigen natürlich, dass in dieser Zeit täglich 60.000 Barrel iranisches Öl nach Malaysia gingen. Diese Ladungen wurden nach Änderung ihres Namens unter dem Namen Malaysian Oil nach China verschifft. Der Rest der iranischen Ölexporte ging nach Syrien.

Quelle

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=210052

Ermordung von irakischem Sicherheitsexperten Hisham al-Hashimi

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Hisham al-Hashimi

Hisham al-Hashimi, Historiker, Publizist und Experte für irakische Sicherheitsfragen, war ein Gegner des Einflusses der Islamischen Republik Iran im Land. Er wurde am Montagabend in Bagdad ermordet.

Das irakische Innenministerium bestätigte die Nachricht von Al-Hashimis Ermordung und sagte, er sei aufgrund eines Attentats gestorben.

Al-Hashimi wurde Berichten zufolge kurz nach dem Attentat ins Krankenhaus eingeliefert, starb jedoch an seinen Verletzungen durch Schusswunden.

Sicherheitsquellen berichteten irakischen Medien, dass al-Hashimi durch bewaffnete Männer auf zwei Motorrädern in der Region Ziwana im Osten Bagdads erschossen wurde.

Videoaufnahmen von Überwachungskameras aus der Zeit seiner Ermordung zeigen, wie sich in der Nähe von al-Hashimis Haus vier Personen auf zwei Motorrädern seinem Auto nähern. Einer der bewaffneten Männer kam zur Fahrertür und schoss mehrfach vom Seitenfenster des Fahrers auf al-Hashimi.

Hashimi hatte laut Wikipedia zuvor zahlreiche Todesdrohungen erhalten, sowohl von dschihadistischen Gruppen aus dem sunnitischen Spektrum als auch von Angehörigen schiitischer Milizen im Irak. Hashimis Bruder sagte gegenüber Journalisten, der Ermordete habe kurz vor dem Anschlag noch Drohungen von Anhängern des „IS“ erhalten.

Quellen:

https://news.gooya.com/2020/07/post-40583.php

https://de.wikipedia.org/wiki/Hisham_al-Hashimi

Iran: Wo bleiben die Devisen?

Wirtschaftsfachmann Hossein Raghfar


Hossein Raghfar ist Dozent an einer iranischen Hochschule und Wirtschaftsanalytiker. In einem Interview mit der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur ILNA erklärte er:
„Nach amtlichen Statistiken hatten wir (=der Iran) in den vergangenen zwei Jahren Exporte im Wert von 75 Milliarden US-Dollar. Davon sind 48 Milliarden Dollar in den Iran zurückgekommen, 27 Milliarden dagegen noch nicht. Und das ist nur die amtliche Statistik für den Abfluss von Devisen, das Ausmaß der illegalen Ausfuhr ist nicht bekannt.“
Mit anderen Worten, die amtliche Statistik besagt, dass 36% der eingenommenen Devisen für den Export nie im Iran angekommen sind. Auch dies ein Indiz für das Ausmaß der Korruption.

http://www.pyknet.net/1399/09tir/16/page/raghfar.htm
vom 16. Tir 1399 (6. Juli 2020)
حسین راغفر:

اشکال دیگر طغیان مردم

علیه وضع موجود را ببینیم!

Iran: Anschlag auf Atomanreicherungsanlage von Natanz?


Der Sprecher der iranischen Atomenergiebehörde hat erklärt, dass es am Donnerstag, den 2. Juli 2020, in der iranischen Atomanreicherungsanlage in Natanz zu einer heftigen Explosion gekommen ist, die zur Zerstörung empfindlicher Anlagen für die Anreicherung bestimmter Uran-Isotope führte. Über die Ursachen und möglichen Urheber der Explosion schweigen sich die amtlichen Stellen noch aus, auch wenn sie behaupten, dass sie die Urheber kennen. Die übliche Erklärung für ihr Schweigen heißt: Aus Gründen der Nationalen Sicherheit.
Und wie bekannt, wird die Nationale Sicherheit im Iran schon dadurch bedroht, dass eine Frau in der Öffentlichkeit ihr Kopftuch abnimmt…

vom 16. Tir 1399 (6. Juli 2020)
خسارات قابل توجه در نطنز؛ سازمان انرژی اتمی: بهترش را می سازیم!

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=209966
vom 16. Tir 1399 (6. Juli 2020)
نیویورک‌تایمز به نقل از منابع اطلاعاتی: در نطنز بمب قدرتمند کار گذاشته شده بود

Iran: Vom Verhörbeamten zum Mitglied der iranischen Delegation bei den Atomverhandlungen

Mohammad Sa’idi, Verhörbeamter, CEO der iranischen Schiffahrtsgesellschaft und vieles mehr


Heschamtollah Tabarsadi (Heshmatollah Tabarzadi) war der Führer der Studentenorganisation Payame Daneshju (Daneschdschu) im Iran der 1990-er Jahre. Er wurde 1373 (1994) von Mohammad Sa’idi zum Verhör ins Geheimdienstministerium bestellt. Geheimdienstminister war damals Falahiyan, Sa’idi einer seiner Stellvertreter. Tabarsadi ging damals nicht auf die Forderungen von Sa’idi ein, verschiedene Äußerungen zurückzunehmen, namentlich solche, die die Kapitalflucht großer Unternehmen betrafen. Tabarsadi kam wieder auf freien Fuß, aber ein Jahr später erteilte Mohammad Sa’idi den Befehl, das Büro der Studentenvereinigung zu besetzen. Heschmatollah Tabarsadi wurde mit verbundenen Augen abgeführt. Nun hatte er wieder mit Mohammad Sa’idi zu tun, der ihn im Verhör bedrohte. Ein Jahr lang befasste sich Sa’idi mit diesem Fall und konstruierte daraus ein Verfahren, das zur Schließung der Studentenorganisation Payame Daneshju führte.

Vom Verhörbeamten zum Verhafteten
Jetzt hat das Schicksal den damaligen Verhörbeamten eingeholt.
Laut Mitteilung der iranischen Nachrichtenagentur IRNA vom Sonntag, den 5. Juli 2020, wurde Mohammad Sa’idi, ehemaliges Mitglied der iranischen Delegation für die Atomverhandlungen und ehemaliger Exekutiv-Direktor der iranischen Schifffahrtsgesellschaft wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten verhaftet. Mohammad Sa’idi hat in dem Unternehmen wohl seine Angehörigen untergebracht und Schulden in der Höhe von 1000 Milliarden Tuman bei zwei iranischen Banken (Banke Tejarat und Banke Sepah) hinterlassen. Ihm wird wohl auch zur Last gelegt, dass im Kaspischen Meer zwei iranische Schiffe untergegangen sind und dass es mit der Treibstoffversorgung der Schiffe wohl auch nicht korrekt zuging. Auch die Annahme von Bestechungsgelder wird ihm vorgeworfen.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=209940
vom 16. Tir 1399 (6. Juli 2020)

حشمت الله طبرزدي: اولین بازجوی من نیز دستگیر شد

https://news.gooya.com/2020/07/post-40517.php
vom 5. Juli 2020
«محمد سعیدی» بازداشت شد

Iran: 35.000 Gastarbeiter im Nordirak

Die hohe Arbeitslosigkeit in den iranischen Provinzen Kermanschah und West-Aserbaidschan, in denen vor allem Kurden leben, hat dazu geführt, dass viele Bauarbeiter und Fachleute vom Bau sich im benachbarten Ausland, im Nordirak, nach Arbeit umgesehen haben. Letztes Jahr waren das laut inoffiziellen Quellen rund 35.000 Arbeiter. Einreisen konnten sie freilich nur als Touristen, weil sie nur ein einmonatiges Touristenvisum erhielten, kein Arbeitsvisum. Wenn sie dann in Soleimaniye, Arbil oder einer anderen Stadt im kurdischen Nordirak eine Arbeit fanden, so waren die Bedingungen höchst ungemütlich. Beengte Unterkünfte, schlechte Verpflegung, magere Löhne und keine Versicherung. Wenn der Arbeiter tödlich verunglückte oder infolge eines Arbeitsunfalls arbeitsunfähig wurde, bezahlte der Arbeitgeber nichts. Der Arbeiter war ja offiziell nicht zum Arbeiten da, sondern Tourist. Und trotzdem war diese Arbeit für viele eine Chance, denn die Alternative war, als Grenzgänger schwere Waren auf dem Rücken über das Gebirge zu transportieren, den Lawinen, dem Frost und den Todesschüssen der iranischen Pasdaran ausgesetzt. Bei noch viel geringerem Einkommen. Eine andere Alternative war es, im Iran irgendwas auf der Straße zu verkaufen und damit sein Dasein und das der Familie zu bestreiten. In einer Region, wo die Arbeitslosigkeit selbst nach amtlicher Statistik zwischen 17 und 20 Prozent liegt und damit fast doppelt so hoch wie im Landesdurchschnitt, ist das auch nicht sehr vielversprechend.

Corona macht einen Strich durch die Rechnung
Mit der Grenzschließung zwischen Iran und Nordirak ist auch diese Möglichkeit genommen, Geld zu verdienen. Bauarbeiter und Lastenträger können die Grenze nicht mehr passieren. Sie sitzen jetzt als Kleinhändler auf der Straße oder suchen Arbeit im Iran, wo sie die Löhne noch weiter drücken.

Quelle:
https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=209956

vom 16. Tir 1399 (6. Juli 2020)
دردهای مشترک از مریوان تا سلیمانیه/ ۳۵ هزار کارگر ایرانی در عراق روزمزدی می‌کنند!

Iran: Zurück zu den Spitzentagen der Epidemie

Die Zahl der Corona-Opfer im Iran ist in den letzten Wochen – nach etwa anderthalb Monaten, in denen sie bis unter 50 Todesfälle pro Tag gefallen war – wieder gestiegen und liegt jetzt bei über 160 pro Tag.

Quelle: worldometer.com


Laut der Zeitung „Iran“ gab ein Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums gestern in seinem jüngsten Bericht bekannt, dass an dem Tag 162 Menschen zu den Opfern von Covid19 hinzugefügt wurden, was die Gesamtzahl der Opfer auf 10.670 erhöhte.

Laut Simasadat Lari stieg die Gesamtzahl der Covid19-Patienten im Land mit einem positiven Test um 2536 Personen auf 225.205 Personen. Laut Lari hat die Zahl der Covid19-Fälle auch in Teheran seit gestern erheblich zugenommen, was besorgniserregend ist.

Quellen:

https://www.worldometers.info/coronavirus/country/iran/

Schwere Strafen für Christen im Iran

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Habib Heydari, Sam Khosravi, Maryam Fallahi, Sasan Khosravi, Marjan Fallahi, Pouria Pima und Fatemeh Talebi

Am Sonntag, dem 22. Juli, wurden sieben christliche Konvertiten namens Habib Heydari, Sam Khosravi, Maryam Fallahi, Sasan Khosravi, Marjan Fallahi, Pouria Peyma und Fatemeh Talebi vom Revolutionsgericht Bushehr zu Haftstrafen, Geldstrafen, Exil, Arbeitsverbot und Entzug der Bürgerrechte verurteilt.

Die Urteile wurden laut der Nachrichtenagentur HRANA vom Revolutionsgericht Bushehr wegen „Propaganda gegen das Regime“ verhängt.

Dem Bericht zufolge sind christliche Bücher und Symbole, kirchliche Versammlungen in der Hauskirche und die Kontakte mit iranischen „Missionaren“ außerhalb des Iran als Beweise angeführt worden.

Sam und Sasan Khosravi wurden jeweils zu einem Jahr Gefängnis und zwei Jahren Verbannung von Bushehr verurteilt. Die beiden christlichen Bürger wurden auch für zwei Jahre von der Beschäftigung in ihren derzeitigen Berufen ausgeschlossen.

Maryam Fallahi wurde mit einer Geldstrafe von 80 Millionen Rial belegt und wegen ihrer Konversion zum Christentum aus dem öffentlichen Dienst verbannt. Im Falle einer Verurteilung muss die christliche Krankenschwester nach 20 Jahren Arbeit aufgrund ihrer religiösen Überzeugung ein Krankenhaus in Bushehr verlassen.

Quelle

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=209578

Iran: 3 Todesurteile

Zum Tode verurteilt: Amir Hossein Moradi, Sa’id Tamjidi und Mohammad Rajabi

Die Todesurteile gegen drei Teilnehmer der Proteste vom November 2019, nämlich gegen Amir Hossein Moradi, Sa’id Tamjidi und Mohammad Rajabi, die bei den landesweiten Protesten vom November 2019 verhaftet worden waren, wurden jetzt vom Obersten Gerichtshof des Irans bestätigt. Die drei waren zuvor vom Revolutionstribunal Teheran zu Gefängnis, Auspeitschung und Hinrichtung verurteilt worden. Von der Bestätigung der Todesurteile hat die iranische Menschenrechtsorganisation Horana aus dem Munde eines der Anwälte der Verurteilten erfahren. Die Anwälte der Verurteilten lassen aber noch nicht locker und hoffen, über die Wiederaufnahme des Verfahrens die Urteile wieder aufzurollen.

Mit öffentlichen Kameras identifiziert

Die drei Verurteilten hatten in der Satarkhan-Straße von Teheran an den Protesten teilgenommen. Amir Hossein Moradi war aufgrund von Filmkameras, die an öffentlichen Plätzen installiert sind, identifiziert und verhaftet worden. Erst kam er ins Ewin-Gefängnis, später wurde er ins Gefängnis von Groß-Teheran (Fashafuye-Gefängnis) verlegt. Während der Verhöre wurde er verprügelt.

Flucht in die Türkei
Mohammad Rajabi, Sa’id Tamjidi und eine dritte Person waren nach der Verhaftung von Amir Hossein Moradi in die Türkei geflohen. Sie kamen über Van nach Ankara. Als sie mit einem Taxi von Ankara nach Antalya fahren wollten, wurden sie vom Taxifahrer der Polizei von Antalya ausgeliefert und darauf verhaftet.
Auf der Polizeibehörde von Antalya (Emniyet Müdürlügü) gaben die Verhafteten an, dass einer ihrer Kollegen, der auch an den Protesten vom November 2019 teilgenommen hatte, von den iranischen Behörden verhaftet wurde, dass ihr Leben in Gefahr sei und dass sie Asyl beantragen möchten. Die drei wurden einer Frau vorgeführt, die angab, von der UNO zu sein. Ein Dolmetscher übersetzte die Worte der Flüchtlinge ins Türkische, die drei legten ihre Identitätsnachweise, sowie SMS-Meldungen und Videos über die Demonstrationen, an denen ihr Kollege Amir Hossein Moradi teilgenommen hatte, vor.

Auslieferung der Flüchtlige – ein Geschenk an den iranischen Präsidenten

Ende 2019 (am 5. Dey 1398), als der iranische Präsident Hassan Rouhani die Türkei besuchte, wurde den drei Flüchtlingen mitgeteilt, dass sie in eine andere Stadt verlegt würden. Sie kamen nach Agri im Osten der Türkei, nahe der türkisch-iranischen Grenze, und wurden am 7. Dey 1398 mit rund 30 weiteren Iranern am Grenzübergang Bazargan den iranischen Behörden ausgeliefert. Erst brachte man sie zur Sicherheitspolizei von Maku, dann zur Sicherheitspolizei Gisha in Teheran, und von dort ins Ewin-Gefängnis. Der eine der drei Verhafteten wurde gegen eine hohe Kaution auf freien Fuß gesetzt, aber dann auf Veranlassung von Richter Abu l-Qasem Salavati erneut verhaftet.

Richter foltert mit Elektroschock-Gerät
In der Zwischenzeit hatten die Verhörbeamten der Sicherheitspolizei Gisha und des Ewin-Gefängnisses durch Folterungen erreicht, dass Amir Hossein Moradi ein „Geständnis“ vor laufender Kamera ablegte. Auch die anderen Verhafteten gaben an, dass die Ermittler versuchten, sie mit Schlägen zu Geständnissen zu zwingen.
Eine Quelle berichtet auch, dass Amir Hossein Moradi im Büro des Ermittlers von Amin Nasseri, dem Vorsitzenden des Gerichts im Ewin-Gefängnis, mit einem Elektroschockgerät gefoltert wurde, um ihn zum „Geständnis“ zu zwingen. Einer der Ermittler stand Amir Hossein Moradi beim Verhör auf den Brustkorb, wodurch die Rippen eingedrückt wurden.
Die Gerichtsverhandlung gegen Amir Hossein Moradi, Sa’id Tamjidi, Mohammad Rajabi und zwei weitere Angeklagte fand am 5. und 6. Bahman 1398 (Anfang 2020) vor der 15. Kammer des Revolutionstribunals unter Vorsitz von Richter Abu l-Qassem Salavati statt. Auf dieser Verhandlung wies Amir Hossein Moradi den Richter mehrmals darauf hin, dass sein Geständnis unter Folter erzwungen wurde. Sa’id Tamjidi und Mohammad Rajabi hatten auf der Verhandlung nicht einmal einen Anwalt ihrer Wahl, sondern wurden von Pflichtverteidigern vertreten, deren einziger Beitrag darin bestand, kundzutun, dass sie über die Taten ihrer Mandanten empört seien.
Das Gericht erster Instanz verurteilte die drei zum Tode, sowie zum Auspeitschen und einer Gefängnisstrafe. Jetzt hat auch die Oberinstanz das Urteil bestätigt.

https://www.akhbar-rooz.com/حکم-اعدام-3-نفر-از-معترضين-آبان-ماه-98-تايي
vom 4. Tir 1399 (24. Juni 2020)
حکم اعدام ۳ نفر از معترضین آبان ماه ۹۸ تایید شد

Iran: Drei Umweltschützer ein Opfer der Flammen

Mokhtar Khandani aus Nousud, Balal Amini aus Saryas (Bezirk Bayengan) und Suran Mahmudi aus Dare Bayan (Bezirk Markazi von Pawe)
Pawe: Letzte Ehrung für die verstorbenen Umweltschützer durch die Bevölkerung


Am Donnerstag, den 25. Juni, war im bewaldeten Naturschutzgebiet „Busin va Marchil“ (Buzin va Marxil) im Landkreis Pawe, Region Kermanschah, im iranischen Kurdistan, ein Feuer ausgebrochen, das von der Feuerwehr zwar bekämpft wurde, am Sonntag aber wieder aufflammte.

Drei Umweltschützer, Mokhtar Khandani aus Nousud, Balal Amini aus Saryas (Baxsh (=Bezirk) Bayengan) und Suran Mahmudi aus Dare Bayan (Baxsh (=Bezirk) Markazi von Pawe), sind dabei ums Leben gekommen. Laut amtlichen Meldungen wurden sie ein Opfer der Flammen

Laut Angaben der kurdischen Menschenrechtsorganisation Hengaw sind sie infolge der Explosion von Minen gestorben, die in dieser Gegend gelegt worden seien.


Das Schutzgebiet wurde vor ca. 20 Jahren eingerichtet und umfasst rund 28.000 Hektar (280 Quadratkilometer), also mehr als das Doppelte des Bodanrücks am Bodensee.

https://www.akhbar-rooz.com/تجمع-مردم-پاوه-در-پی-کشته-شدن-سه-فعال-مح
vom 9. Tir 1399 (29. Juni 2020)
تجمع مردم پاوه در پی کشته شدن سه فعال محیط زیست در جریان مهار آتش سوزی

https://www.isna.ir/news/kermanshah-40872/
vom 10. Bahman 1392 (Anfang 2014)
«بوزین و مرخیل» کجاست؟ + عکس

https://fa.wikipedia.org/wiki/منطقهحفاظت‌شدهبوزینومرخیل

https://www.irandeserts.com/article/منطقه-حفاظت-شده-بوزین-و-مرخیل،-کرمانشا
vom 31.12.2011
منطقه حفاظت شده بوزین و مرخیل، کرمانشاه

https://www.radiofarda.com/a/paveh-fire-env-sctivists/30695856.html

vom 9. Tir 1399 (29. Juni 2020)

تجمع در پاوه برای ادای احترام به کنشگران جان‌باخته محیط زیست