Anhängerinnen und Anhänger des Sufi-Ordens Nematollah Gonabadi im Hungerstreik

Dr. NourAli Tabandeh, Leiter des Sufi-Ordens Nematollah Gonabadi

Der Leiter des Sufi-Ordens Nematollah Gonabadi, Dr. NourAli Tabandeh befindet sich im Iran im Hausarrest und ist letzte Woche in den Hungerstreik getreten.

Sein Grund war, dass es ihm nicht möglich ist, Besuch von anderen Derwischen zu bekommen. Gleichzeitig mit ihm sind 72 weitere männliche und weibliche Mitglieder seines Ordens, die sich alle im Gefängnis befinden, ebenfalls in den Hungestreik getreten. Und sie werden durch 253 UnterstützerInnen außerhalb der Gefängnisse begleitet, die aus Solidarität ebenfalls hungerstreiken.

Quelle: https://www.rahekargar.net/browsf.php?cId=1092&Id=38

Iran: Narges Mohammadi und Nasanin Sagheri im Hungerstreik


Nasanin Sagheri (links) und Narges Mohammadi (rechts)

Am heutigen Montag sind zwei politische Gefangene im Iran für drei Tage in den Hungerstreik getreten, um gegen die Verweigerung angemessener medizinischer Behandlung zu protestieren. Die Menschenrechtsaktivisten Narges Mohammadi war zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Sie leidet an einer Lungenembolie und an Muskellähmung.
Nasanin Sagheri (Nazanin Zagheri-Ratcliffe) betrieb in Großbritannien eine Webseite und wurde bei einem Besuch im Iran verhaftet. Bei ihr wurde ein Knoten in der Brust entdeckt.
In beiden Fällen verweigern die Gefängnisbehörden eine Behandlung der Kranken im Krankenhaus.
https://www.radiofarda.com/a/zaghari-narges-mohammadi/29708930.html
vom 24. Dey 1397 (14.1.2019)
aghaze e°tesabe ghadha-ye seh ruze nargese mohammadi wa nazanin zagheri

Iran – Qom: Tod eines politischen Gefangenen nach Hungerstreik


Wahid Sayyadi Nassiri

Vergangenen Mittwoch wurde bekannt, dass Wahid Sayyadi Nassiri nach einem Hungerstreik, den er gegen die Art der Unterbringung im Gefängnis von Qom abhielt, ums Leben gekommen ist. Wahid Sayyadi Nassiri war vor drei Jahren aufgrund politischer Vorwürfe verhaftet worden. Ihm wurde wegen seiner Veröffentlichungen im Internet und namentlich auf Facebook
„Blasphemie, Beleidigung des Führers der Islamischen Republik Iran und Propaganda gegen das System“ vorgeworfen. Er wurde deshalb zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil verbüßte er im Ewin-Gefängnis von Teheran und im Radscha’i-Schahr-Gefängnis von Karadsch, bis er aufgrund einer Neujahrsamnestie nach zweieinhalb Jahren Haft freigelassen wurde.
Aber schon wenige Monate später wurde er vom Geheimdienst der Stadt Qom erneut verhaftet und erst ins Faschafuye-Gefängnis eingeliefert und von dort wenig später ins Saheli-Gefängnis von Qom verlegt. Im Gefängnis wurde das Grundprinzip, die Gefangenen nach der Art ihrer Straftaten zusammenzusperren, nicht eingehalten, wogegen er einen Hungerstreik eröffnete. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich so, dass er ins Krankenhaus eingeliefert wurde, wo er verstarb.

https://www.radiofarda.com/a/vahid-sayyadi-nasiri-died-after-hunger-strike/29652535.html
vom 21. Adhar 1397 (12. Dezember 2018)
yek zendaniye siyasi bar athare e°tesabe ghadha dar zendane qom jan baxt

Iran: Protest und Hungerstreik der Gefangenen in Gachsaran

Heute wurde bekannt, dass etwa 300 Inhaftierte im Gefängnis von Gachsaran einen Protest begonnen haben. Gachsaran ist eine Stadt im Südwesten des Irans.

Die Gefangenen protestieren gegen verschiedene Missstände. Der Protest richtet sich gegen die schlechten Ernährungs- und Gesundheitsbedingungen. Darüberhinaus geht es um die Art, wie sie von den Gefängniswärtern behandelt werden und die sie als unmenschlich bezeichnen. Auch beschweren sie sich darüber, dass der ihnen zustehende Hafturlaub nicht gewährt wird.

Seit Sonntag befinden sie sich im Hungerstreik.

Iran: Über 20 politische Gefangene im Hungerstreik

Derzeit befinden sich im Iran über 20 politische Gefangene im Hungerstreik. Darunter sind 18 Gonobadi-Derwische, eine religiöse Gruppe muslimischer Glaubensrichtung, die von der Islamischen Republik Iran verfolgt wird. Weiterhin streiken die Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotude und der Arzt Farhad Meissami, der wegen seiner Unterstützung für die Kampagne gegen den Kopftuchzwang in Haft ist.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=88976
vom 29. Schahriwar 1397 (20. September 2018)
e°tesabe ghadhaye bish az 20 zendaniye °aqidati-siyasi dar iran

Öffentliche Erklärung zur Freilassung von Ramin Hossein Panahi und Nasrin Sotudeh

Heute wurde von 35 Menschrechtsorganisationen, Frauengruppen und oppositionellen Vereinen sowie von 3600 Privatpersonen eine Erklärung veröffentlicht, die sich für die Freilassung von Ramin Hossein Panahi und Nasrin Sotudeh einsetzt.

Ramin Hossein Panahi, ein kurdischer Aktivist, wurde gefoltert, vor Monaten von einem Gericht zum Tode verurteilt und sitzt derzeit in einer Einzelzelle des Radscha‘i-Schahr in Karadsch ein. Es heisst, er kann jede Stunde hingerichtet werden. Seit dem 29.8. gibt es eine „Urgent Action“ von amnesty international, in der ebenfalls auf die drohende Hinrichtung hingewiesen wird. Es ist möglich, sich mit einem Brief an Ayatollah Sadeghi Larijani, den Chef der Judikative zu wenden und per Unterschrift seine Freilassung zu fordern.

Hinrichtung droht unmittelbar Urgent Action von amnesty international, 29.8.2018

Aus Protest gegen seine unrechtmäßige Verurteilung hat sich Ramin Hossein Panahi vor mehr als einer Woche die Lippen zugenäht und einen Hungerstreik begonnen. Selbst wenn es einen Aufschub seiner Hinrichtung geben sollte ist er auch hierdurch in seinem Leben bedroht.
Ramin Hossein Panahi wurde im Prozess durch die Rechtsanwältin Nasrin Sotudeh vertreten. Sie setzt sich seit Jahren für Menschenrechte im Iran ein und vertrat oft Angehörige von politischen Gefangenen. Sie befindet sich seit Juni diesen Jahres wieder in Haft, aufgrund ihrer Initiative für ein Referendum im Iran. Sie vertritt – wie viele Menschenrechtler und Künstler auch – die Ansicht, dass das herrschende islamische Modell nicht reformierbar ist und möchte darüber abstimmen lassen, ob dieses Modell weiter im Iran verfolgt werden soll oder nicht. Falls nicht, soll ein säkulares und demokratisches Modell an dessen Stelle treten. Nasrin Sotudeh hat ebenfalls einen Hungerstreik begonnen.

Iran: Ramin Hossein Panahi – droht die Hinrichtung? Weblog von Ali Schirasi, 27.8.2018

Iran: Farhad Meyssami im Hungerstreik

Der Bürgerrechtler Farhad Meyssami ist seit dem 9. Mordad 1397 (also seit etwa einem Monat) in Haft. Ihm werden „krimineller Zusammenschluss zur Störung der Sicherheit des Landes“, „Aufstachelung der Frauen zum öffentlichen Auftreten mit nacktem Kopf (ohne Kopfbedeckung)“ und „Propaganda gegen das System“ vorgeworfen. Als Beweismittel für diese Vorwürfe dienen einzig und allein einige Anstecker, die bei seiner Verhaftung in seiner Wohnung gefunden wurden, auf denen z.B. stand „Ich protestiere gegen die Zwangskopfbedeckung“, „Ich stimme der Zwangskopfbedeckung nicht zu“. Seine Mutter hatte ihn am vergangenen Dienstag im Ewin-Gefängnis besucht. Sie ist sehr beunruhigt über seine schlechte gesundheitliche Verfassung. Der 48-jährige Farhad Meyssami, von Beruf Arzt, hat aufgrund der willkürlichen Vorwurfe den Hungerstreik erklärt und ist entsprechend abgemagert.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/76657/
vom 03.09.2018, 16:54
waz°iyate jesmiye waxime farhade meythami dar athare e°tesabe ghadha dar zendan

Ewin-Gefängnis (Teheran, Iran): Ex-Sprecher der Lehrergewerkschaft im Hungerstreik

Mahmud Beheschti Langarudi, Gewerkschaftsaktivist und ehemaliger Sprecher der Lehrergewerkschaft für die Region Teheran, ist aufgrund seiner Gewerkschaftstätigkeit im Ewin-Gefängnis inhaftiert. Da die Behörden seine Forderungen ignorieren, befindet er sich seit 14 Tagen im Hungerstreik. Er hat mindestens 6,5 kg Gewicht verloren, außerdem hat er möglicherweise eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die unbehandelt tödlich verlaufen kann. Eine Infusion lehnte Mahmud Beheschti Langarudi ab.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=160012
vom 24. Tir 1397 (15. Juli 2018)
chahardahomin ruze e°tesabe ghaza’iye mahmud beheshti langarudi, fa°°ale senfiye mo°alleman dar zendan

Iran: Hungerstreik einer Tochter der Revolutionsstraße

Eine weitere Tochter der Revolutionsstraße, Schahparak Schahjarizadeh, sitzt ebenfalls im Gharetschak- Gefängnis ein. Wie Mariam Schariaatmadari hat sie wenige Rechte und vor allem keinen Zugang zu einem Anwalt. Sie ist vor vier Tagen in den Hungerstreik getreten.


Schahparak Schahjarizadeh mit ihrem Kind

Sie fordert einen Anwalt, die Verlegung in eine normale Abteilung (für politische Gefangene) sowie einige Bücher.

Iran: Hungerstreik im Gouhar-Dascht-Gefängnis


Im Gefängnis von Gouhar-Dascht, auch als Gefängnis von Radscha’i-Schahr in Karadsch bekannt, befinden sich derzeit (Stand vom letzten Mittwoch) 11 politische Gefangene im Hungerstreik. Da nur einmal pro Woche, nämlich mittwochs, Gefangene in diesem Gefängnis besucht werden können, gibt es auch nur mittwochs neue Informationen über die Gefangenen. Die Häftlinge, die schon 44 Tage im Hungerstreik sind, fordern zum einen angemessene medizinische Behandlung, andererseits protestieren sie gegen die unhygienischen und ungesunden Haftbedingungen. So gibt es keine ausreichende Luftzirkulation in den Zellen, Wasser gibt es nur zwei Stunden am Tag, und nur kaltes Wasser, und „Duschen“ ist nur beim Hofgang mit einem Wasserschlauch möglich. Geschwächte und gehbehinderte Gefangene schaffen den Weg zum Hofgang nicht. Die Ernährung ist ebenfalls katastrophal. Die Wärter kassieren von den Gefangenen Geld dafür, bringen aber dafür verdorbene Lebensmittel. Auch der Gefängnisladen verkauft keine frische Ware.
Der Hungerstreik ist ein Hilferuf der Gefangenen, aber die Gefängnisleitung und der zuständige Haftrichter konstruieren daraus gleich wieder neue Vorwürfe: Beleidigung des religiösen Führers, Beleidigung der Behörden, Verletzung der Anstaltsordnung. Den 11 Hungerstreikenden drohen deshalb zusätzliche zwei bis zweieinhalb Jahre Gefängnis, dafür, dass sie ihre Rechte einfordern.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=82036
vom 18. Schahriwar 1396 (9. September 2017)
waxamate hale zendaniyane raja’i-shahr ba°d az 40 ruze e°tesabe ghad_a

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=82081
vom 20. Schahriwar 1396 (11. September 2017)
axarin wad.°iyate zendaniyane e°tesabi