Iran – Mariwan: Geheimdienst inhaftiert kurdische Umweltschützer


Informationsstand der Umweltschutzgruppe Tschiya

Laut Angaben von kurdischen Menschenrechtsorganisationen im Iran wurden vergangene Woche mehrere kurdische Umweltschützer vom iranischen Geheimdienst verhaftet. Zu den Verhafteten gehören Ali Resa’i, Omid Salehi, Yadgar Deldschu (Delju), Fateh Huschmand und Guran Qorbani.
Über Verhaftungen im kurdischen Iran schweigen sich die staatlichen iranischen Medien meist aus, so auch in diesem Fall.

Die genannten Umweltschützer wurden am Sonntag, den 14. Juli 2019 verhaftet. Zwei von ihnen wurden in dem Dorf verhaftet, in dem sie wohnen, drei weitere wurden von der Geheimdienstbehörde in Mariwan vorgeladen und wurden dort verhaftet. Vier der fünf Verhafteten gehörten der Umweltschutzgruppe Tschiya an. Allen wird wohl unter anderem vorgeworfen, mit einer oppositionellen kurdischen Partei zusammengearbeitet zu haben. Die Verhafteten wurden alle einen Tag nach ihrer Verhaftung in das Haftzentrum der Geheimdienstbehörde von Mariwan verlegt. Die Quellenangaben bezüglich des aktuellen Haftorts variieren, es heißt, dass sie derzeit im Haftzentrum des Geheimdienstes von Sanandadsch in Haft sind. Bezüglich der Inhaftierung gibt es auch an einer Stelle die Angabe, dass eine Person an ihrem Arbeitsplatz in Mariwan verhaftet wurde.

Solche Widersprüche oder möglicherweise nicht eindeutig klärbare Angaben zeigen deutlich, welche Schwierigkeiten bei der Informationsbeschaffung über die totgeschwiegenen Verfolgten bestehen.

Interessant sind die Angaben über die Umweltschutzgruppe Tschiya. Sie ist nun schon fast zwanzig Jahre im iranischen Kurdistan aktiv, namentlich in Mariwan. Sie ist sowohl im Umweltschutz tätig, in der Umwelterziehung von Kindern und Jugendlichen, sie setzte sich für den Schutz von Natur und Wildnis in der Region aus und hat acht Komitees gebildet, darunter ein Kunst-Komitee, ein Kinder-Komitee, ein Frauen-Komitee, ein Krisen-Komitee, ein Forschungskomitee.

Es ist bezeichnend, dass die iranischen Behörden in den letzten Jahren massiv gegen Umweltschützer vorgehen, nicht nur gegen kurdische.

http://www.etehadefedaian.org/?p=24149
vom 26. Tir 1398 (17. Juli 2019)
bazdashte a°zaye anjomane sabze chiya dar peye tashdide feshar bar fa°°alane kord

Iran: Die Sümpfe des Hur ol-Falahiye

In der Provinz Chusestan im Südwesten des Irans gibt es eine große Sumpfregion, auf Persisch Talabe Schadegan, auf Arabisch Hur ol-Falahiye. Die Sümpfe werden mit dem Wasser des Karun-Flusses, des Dscharahi-Flusses und dem Gezeitenwasser des Persischen Golfes gespeist. Während der Süßwasserzufluss jahreszeitlich schwankt, ist der Salzwasserzufluss das ganze Jahr über gegeben. Die Sümpfe der Region gehören zu den Ramsar-Schutzgebieten.
Hier einige Fotos über das Leben der örtlichen Bevölkerung.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=185674
vom 9. Tir 1398 (30. Juni 2019)
°aks / zendegi dar talabe shadegan

https://fa.wikipedia.org/wiki/%D8%AA%D8%A7%D9%84%D8%A7%D8%A8_%D8%B4%D8%A7%D8%AF%DA%AF%D8%A7%D9%86
talaabe shaadegaan

Iran: Keine Eile mit der Wasserversorgung in Sistan und Balutschestan


Der Abgeordnete von Sahedan (Region Sistan und Balutschestan) hat im iranischen Parlament beklagt, dass erst unlängst wieder drei Kinder – alles Mädchen – in der Gegend von Tschabahar ertrunken sind, als sie aus Wasserlöchern Wasser holen wollten.

Schon vor 15 Jahren sei ein Projekt ins Leben gerufen worden, um die 470 Dörfer von Tschabahar mit Wasser zu versorgen, aber dieses Projekt sei nur zu 15 bis 20 Prozent umgesetzt worden. Das führe dazu, dass die Bevölkerung sich mit Wasser aus Wasserlöchern versorge, wobei immer wieder Kinder ertrinken.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=183923
vom 13. Chordad 1398 (3. Juni 2019)
tadawome marge kudakane chabahar dar godalhaye ab

Iran: Erdölförderung – alles Bio?


Die Bilder der Umweltzerstörung durch berstende Erdöltanker oder auslaufende Erdölplattformen von verschiedenen Teilen der Welt zeigen deutlich, welche Folgen der Energieverbrauch in Westeuropa, USA, Japan und zunehmend auch in China hat.
Über die Lage im Iran hört man wenig. Das liegt daran, dass dort die Erdölförderung und der Export fest in der Hand der Pasdaran (Revolutionswächter) liegt, und die lassen sich nicht gern in die Karten schauen. Hier ist eine der Quellen ihrer Wirtschaftsmacht.
Assaluye (Oslawiye) ist ein Ort, an dem seit 20 Jahren Erdöl gefördert wird.
Dem Foto nach zu schließen wird das begleitende Erdgas nicht verkauft, sondern vor Ort verbrannt. Was da an Ruß in den Himmel und in die Lungen der Arbeiter geschickt wird, kann man sich nur ausmalen. Betroffen sind natürlich auch die Einheimischen, die von diesen Arbeitsplätzen nicht einmal „profitieren“, von der verbrannten Luft aber schon. Und um die Arbeitenden brav bei der Stange zu halten, werden sie auch nicht direkt vom Förderunternehmen angestellt, sondern via Leiharbeitsfirmen.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/79371/
vom 9. Ordibehesht 1398 (29. April 2019)
atash o dud, arzaniye riyeye kargaran
kar dar assaluye (oslawiye) be qadam gozashtan dar meydane min mimanad

Iran – Chusestan: Erdöl droht großes Naturreservoir zu zerstören

Die Hochwasser im Südwesten des Irans in der Erdölprovinz Chusestan hatten unter anderem dazu geführt, dass das Naturreservat Hur-ol-Azim, ein riesiges Sumpfgebiet nahe der irakischen Grenze, das zahlreiche Wasservögel beherbergt, ebenfalls unter Wasser gesetzt wurde. Für Sümpfe ist das nicht unbedingt eine Katastrophe, in Gegenden mit spärlichen Regenfällen halten solche Hochwasser diese Biotope am Leben. Sie dienen zugleich als Puffer für den Wasserstand des Flusses, so dass er einen Teil der Wasserfracht und der mitgeschleppten Schwebteilchen hier ablagern kann.
Hur-ol-Azim ist aber nicht nur für den Vogelreichtum bekannt. Dort hat ein Unternehmen der Pasdaran (Revolutionswächter) Erdölförderanlagen installiert. Der eigentliche Grund, warum die Pasdaran gewaltsam Schutzdämme der einheimischen Bevölkerung am Karche-Fluss sprengten, war nicht die Sorge um die Bevölkerung, deren Häuser und Felder dadurch unter Wasser gesetzt wurden, sondern die Sorge um die Erdöleinnahmen aus den Ölvorkommen in Hur-ol-Azim. Die Sprengungen der Schutzdämme der Bevölkerung half nicht, das Wasser des Karche-Fluss fand auch seinen Weg in das Fördergebiet von Hur-ol-Azim und setzte einen Teil der Förderanlagen außer Betrieb, wie der Provinzgouverneur von Chusestan, Ahma Sawari, am vergangenen Donnerstag bekannt gab. Er erklärte weiterhin, dass eine Umweltkatastrophe nicht auszuschließen sei, falls das Wasser in die Förderanlagen eindringe und zur Freisetzung von Erdöl führe. Dadurch, dass auch die Straßen in der Region unter Wasser stehen, ist auf dem Landweg keine Rettung möglich. Interessant ist, dass niemand auf die Idee kommt, Hubschrauber einzusetzen. Für Kriegsdrohungen gegen Nachbarn in der Region sind den Revolutionswächtern Hubschrauber offensichtlich dienlich, aber um den eigenen Dreck wegzuräumen, auf die Idee kommen sie offensichtlich nicht.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=180846
vom 30. Farwardin 1398 (19. April 2019)
ostandariye xuzestan: emkane woqu°e yek faje°eye ziste mohiti dar hur-ol-°azim wojud bexatere aludegiye nafti darad

Iran: Hochwasser von Golestan bis Chusestan


Hochwasser, Erdbeben, Stürme – die Macht und Gewalt der Natur zeigt sich in vielen Formen. Seit es Menschen gibt, haben sie versucht, sich gemeinschaftlich gegen diese Gewalten zu schützen und zu wehren. Das beginnt beim vorausschauenden Planen und endet mit den Einsätzen von Rettungskräften. Nicht die Katastrophen sind politisches Thema, sondern der Umgang von Gesellschaften mit ihnen. Wie werden sie damit fertig, wo gibt es Erfolge und Misserfolge, und warum?
Seit über zwei Wochen heißt es im Iran Land unter. Die starken Regenfälle begannen im Nordosten in Gorgan/Golestan, und erreichen nach Kermanschah und Luristan jetzt die Provinz Chusistan im Südwesten.

Das Ruhmesblatt der Pasdaran
Die Pasdaran sind im Iran nicht nur Königsmacher, die darüber entscheiden, welcher Ajatollah mit seiner Clique letztlich die Macht im Land ausübt und wer stattdessen im Hausarrest verkümmert wie Ajatollah Montaseri oder im Schwimmbad ertränkt wird wie Ajatollah Rafsandschani, sie sind nicht nur die, die mit ihren Waffen den Irak und Syrien in ein Blutbad stürzen und die Bevölkerung des eigenen Landes in Schach halten, sie sind es auch, die das ganze Wirtschaftsleben im Iran lenken und ersticken. Ob Erdöl oder Straßenbau, ob Stahlfabriken oder Import von Nahrungsmitteln, ob Handel oder Schmuggel, ob Atombombe oder Geldwäsche, überall sind sie dabei.

Ein hochgelobtes Projekt war der Bau einer Bahnlinie von Kasachstan durch Turkmenistan in den Iran, dessen Durchführung von den Präsidenten der drei Staaten im Jahre 1386 (2007) unterzeichnet wurde. Der Bau von über 100 Kilometer Bahnstrecke im Iran erfolgte zwischen 1390-1393 (ca. 2011-2014). Ausgeführt wurden die Arbeiten von den Pasdaran. General Abdollah Abdollahi, damaliger Oberbefehlshaber des Pasdar-Stützpunkts Chatam-ol-Anbiya, hatte die Schnelligkeit der Bauarbeiten als Rekord bezeichnet. Das mag es gewesen sein. Jedenfalls hielten die damaligen Planer und Durchführer es nicht für notwendig, sich Gedanken darüber zu machen, wohin denn das Wasser soll, dessen Weg durch den Bau der Bahnlinie abgeschnitten wurde. Brücken hatte man sich gespart…
Am 24. März 2019 (4. Farwardin 1398), als nach den heftigen Regenfällen die Stadt Aq-Qala unter Wasser stand, waren die rettenden Pasdaran wieder zur Stelle. Sie sprengten die Bahnlinie von Gorgan nach Intsche-Borun (an der turkmenischen Grenze) an drei Stellen, damit das Wasser aus der Stadt und dem umliegenden Gebiet abfließen konnte. Als „Sprengung der Hoffnung“ bezeichnete Mohsen Resa’i, der Generalsekretär der „Versammlung zur Wahrung der Interessen des Systems“ (Majma°e Taschchise Maslehate Nesam) dieses Vorgehen.
Nebenbei sorgten diese drei Sprengungen dafür, dass nun auch das Land unterhalb der Bahnlinie unter Wasser stand…


Wir haben unsere Häuser ins Flussbett gebaut
Erfrischend ehrlich ist die Kritik von Qaradsche Tayyar, des Abgeordneten von Gonbade Kawus, im iranischen Parlament, der Korruption und Kurzsichtigkeit dafür verantwortlich machte, dass beim Städtebau nicht darauf geachtet wurde, dass hochwassergefährdetes Land nicht bebaut werden sollte: „Wir haben die Wälder geplündert, wir haben uns das Flussbett unter den Nagel gerissen, wir haben die Berge angenagt, (..) wir haben auf dem Weg des Flusses Straßen und Häuser gebaut oder zumindest die Augen zugedrückt, wenn wir gesehen haben, dass dort gebaut wurde. Die Stadtverwaltungen haben Land verkauft, dass tabu war. Dieses Geld war das Blutgeld, das Blutgeld der Frauen und Kinder, die später, nämlich jetzt, vom Hochwasser mitgerissen wurden.


Pasdaran – Verwüstung ist ihr Handwerk
Die Einwohner von drei Ortschaften in der Nähe von Ahwas (Provinz Chusestan) setzten sich zur Wehr, als Spezialeinheiten der Pasdaran ihren selbst errichteten Hochwasserdamm sprengen wollten und zu diesem Zweck daran gingen, die Dörfer zwangsweise zu evakuieren. Die Pasdaran setzten Tränengas ein, rund 1500 Pasdaran und Bassidschis gingen gegen die Lokalbevölkerung vor, so dass es Dutzende von Verletzten gegeben haben soll und ein Anwohner namens Abdu Dschalisi ums Leben kam. Dann sprengten die Pasdaran den Schutzdamm mit TNT, was zur Überflutung der Dörfer und Felder führte. Innenminister und Sicherheitskräfte bezeichneten den Widerstand als vom Ausland genährte Unruhestiftung.


Wo bleibt die Hilfe für die Opfer
Während die Pasdaran gerne zur Hand sind, wenn es darum geht, die Bevölkerung zwangsweise aus ihrer Heimat zu evakuieren, ist es mit der Bereitstellung von Notunterkünften nicht weit her. Der Parlamentsabgeordnete von Chorram-Abad, Mohammad-Resa Malekschahi, kritisierte in einem Interview mit der iranischen Nachrichtenagentur ILNA, dass die Kapazität der Flussbetten in der Region Chorram-Abad nicht dem entsprach, was beim Hochwasser tatsächlich ankam. Auch die Infrastruktur sei nicht durchdacht gewesen. Telefon, Gasleitung, Erdölpipelines lagen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Flussbett und wurden durch das Hochwasser zerstört, die Straßen verliefen parallel dazu und standen bald unter Wasser. Durch die Zerstörung der Straßen und Telefonleitungen war auch der Kontakt zu den betroffenen Ortschaften unterbrochen.
Die staatliche Hilfe für die Opfer, die mit dem Hochwasser das Dach über dem Kopf verloren haben, bezeichnete er als so gering, dass sie ihren Namen nicht verdient habe.

Die Brücke von Pole Dochtar (Lurestan)
Dass Hochwasser Brücken wegreißen, ist für sich nichts ungewöhnliches. Aber es heißt, dass einige Brücken, die das Wasser mitgenommen hat, von den Pasdaran errichtet wurden und dass deren Bauunternehmen zwar fleißig die entsprechenden staatlichen Aufträge einkassiert hätten, dann aber minderwertige Arbeit abgeliefert hätten. Beurteilen können wir das nicht – wir sind keine Bau-Ingenieure.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=179493
vom 11. Farwardin 1398 (31. März 2019)
sanad-e eftexare sepah dar seyle golestan che bud?

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/79139/
vom 7.4.2019
nemayandeye gonbade kawus dar baraye seyl: hame ma mottaham hastim

https://news.gooya.com/2019/04/post-24883.php
vom 4. April 2019
yeki az masdumane dargiriye sepah ba seyl-zadegane dashte azadegan jan baxt

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=92533
vom 17. Farwardin 1398 (6. April 2019)
7 ruz az seyl migozarad wa mardome xorram-abad jayi baraye xab nadarand

26 EU Parlamentarier appellieren an den iranischen Staatspräsidenten Rouhani, 8 Umweltaktivisten freizulassen

Die EU Parlamentarier fassen in Ihrem Offenen Brief die bekannten Fakten bezüglich der acht im Iran festgenommenen Umweltschützer zusammen. Sie kritisieren ihre Festnahme im Januar oder Februar letzten Jahres unter dem Vorwand angeblicher Spionagetätigkeit und zitieren die auch hier bereits berichten Foltervorwürfe und sonstigen Missstände, die einen fairen Prozess verhindern. So haben die Umweltschützer keinen Zugang zu Rechtsanwälten ihrer Wahl. Letztlich wird von Staatspräsident Rouhani gefordert, sich für die Freilassung der Gefangenen einzusetzen und bis dahin ein offenes und faires Gerichtsverfahren auf der Basis der Menschenrechtsverpflichtungen des Irans sicherzustellen.

Der Offene Brief im Wortlaut auf englisch:

H.E. Hassan Rouhani
President of the Islamic Republic of Iran
Brussels, 25 February 2019

Dear President Rouhani,

We, the undersigned Members of the European Parliament, are writing to express our strong concerns over the prolonged detention of eight environmental human rights defenders and serious violations of their due process and fair trial rights and to urge their immediate and unconditional release.

Houman Jokar, Sepideh Kashani, Niloufar Bayani, Amirhossein Khaleghi, Sam Rajabi, Taher Ghadirian, Morad Tahbaz, and Abdolreza Kouhpayeh, all members of a local environmental group, the Persian Wildlife Heritage Foundation, were arrested in January and February 2018 and have been detained without access to a lawyer of their own choosing. On February 10, the family of Seyed Emami, an Iranian-Canadian university professor who was also detained with others, reported that he had died in detention in unknown circumstances. Iranian authorities claimed that he committed suicide, but they have not conducted an impartial investigation into his death and have placed a travel ban on his wife, Maryam Mombeini. We understand that the Iranian judiciary has accused the activists of using environmental projects as a cover to collect classified strategic information while a committee established under your authority has found no evidence into these allegations. In a worrisome development, in November, the judiciary elevated the charge for four individuals to „corruption on earth“, which can carry the death penalty.

We are concerned that the trial of eight activists, that has begun behind closed doors on 30 January 2019, falls seriously short of fair trial standards. Judge Abdolghassem Salavati at Branch 15 of Tehran’s revolutionary court reportedly prevented a defendant from appearing in court with a lawyer of his own choosing, and after one of the defendants told the court she has been absent from the past two sessions of the trial, that she had been tortured in detention.

As stressed during a February 2016 debate in our Foreign Affairs Committee with Foreign Minister Zarif, and repeatedly in urgency resolutions adopted by this House, we believe that respect for international human rights standards should be at the core of EU-Iran bilateral relations, and it is cases like these that serve as a litmus test for your government’s commitment to make progress in its human rights record.

We therefore call on you to use the authority of your office, as the President and Head of the national security, to secure the release of these environmental defenders and, pending their release, to ensure a fair and open trial based on Iran’s human rights obligations and constitutional protections.

Yours sincerely,

Ana Gomes (S&D)
Elmar Brok (EPP)
Marietje Schaake (ALDE)
Barbara Lochbihler (Greens/EFA)
Theresa Griffin (S&D)
Ernest Urtasun (Greens/EFA)
Jiri Pospisil (EPP)
Bodil Valero (Greens/EFA)
Julie Ward (S&D)
Bart Staes (Greens/EFA)
Antonio Marinho e Pinto (ALDE)
Margrete Auken (Greens/EFA)
Tunne Kelam (EPP)
Soraya Post (S&D)
Klaus Buchner (Greens/EFA)
Carlos Coelho (EPP)
Eugen Freund (S&D)
Maria Heubuch (Greens/EFA)
Karoline Graswander-Hainz (S&D)
Eva Gro Joly (Greens/EFA)
Marita Ulvskog (S&D)
Karima Delli (Greens/EFA)
Csaba Sogor (EPP)
Philippe Lamberts (Greens/EFA)
Patricia Lalonde (ALDE)
Pascal Durand (Greens/EFA)