Iran: Staat begünstigt Corona-Tod von Narges Mohammadi


Die Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi hat einen Brief aus dem Gefängnis von Sandschan (Zanjan) veröffentlicht, in dem sie sich über die Gleichgültigkeit der Behörden gegenüber Gefangenen beklagt, die Corona-Symptome zeigen. Narges Mohammadi hat sich jetzt in Haft an diesem Virus angesteckt, ihr wird ausreichende Ernährung verweigert, sie darf nicht einmal auf eigene Kosten Fleisch kaufen, sie erhält keine Medikamente und keine medizinische Behandlung, ihr wurde zwar eine Probe abgenommen, um einen COVID-19-Test durchzuführen, aber das Test-Ergebnis wird ihr nicht mitgeteilt, und trotz ihrer miserablen gesundheitlichen Verfassung darf sie nicht einmal ihren Sohn sehen, den sie seit einem Jahr nicht mehr zu Gesicht bekommen hat.
Amnesty International hat deshalb für sie eine Briefaktion an den Vorsitzenden der iranischen Justiz gestartet, der freilich selbst für seine Vorgeschichte als Mitglied der Todeskommission beim Gefangenenmassaker von 1988 berüchtigt ist.

https://www.amnesty.org/download/Documents/MDE1327102020ENGLISH.pdfvom13.07.2020

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=210428
vom 23. Tir 1399 (13.07.2020)
نرگس محمدى: شکایت دارم از این همه ظلم و حالا هم کرونا گرفتم

Teheran (Iran): Ansturm von Corona-Kranken auf die Kliniken

Loqman-Doule-Adham-Krankenhaus in Teheran


Wie der Direktor des Loqman-Doule-Adham-Krankenhauses in Teheran erklärt, haben sich 4000 Corona-Kranke an sein Krankenhaus gewandt, es konnte aber nur 1000 davon aufnehmen.

http://www.pyknet.net/1399/09tir/23/page/crona.htm
vom 23. Tir 1399 (13. Juli 2020)
4 هزار مبتلا به بیمارستان لقمان مراجعه کرده اند

فوج تهرانی های مبتلا به کرونا

تبدیل به فوج قربانیان خواهد شد؟

Iran: Zahlreiche Corona-Tote unter Angehörigen von Pflegeberufen

COVID-19 Test an einem 7-jährigen Jungen in Teheran


Amnesty International hat heute einen Bericht darüber veröffentlicht, wie weltweit Angehörige aus dem Gesundheitssektor von einer Ansteckung durch Corona bedroht sind. Die Organisation fordert, diese Erkrankung in diesem Sektor als Berufskrankheit einzustufen. Amnesty International weist auch darauf hin, dass Angehörige medizinischer Berufe in verschiedenen Ländern verfolgt und entlassen wurden, wenn sie den Mangel an persönlicher Schutzausrüstung kritisierten.

Versuch eines weltweiten Vergleichs von Corona-Toten unter medizinischem Personal


Der Bericht enthält auch eine Übersicht über Tote aus dem Gesundheitssektor, die auf COVID-19 zurückgehen sollen. Ein Vergleich der Zahlen ist schwierig, da in jedem Land andere Kriterien angewandt werden, was gezählt wird, und da häufig auch Zahlen verschwiegen werden.

https://www.amnesty.org/en/latest/news/2020/07/health-workers-rights-covid-report/
vom 13. Juli 2020, 05:00 UTC
Global: Health workers silenced, exposed and attacked

https://www.radiofarda.com/a/health-workers-silenced-exposed-and-attacked-amnesty-said/30722937.html
vom 23. Tir 1399 (13. Juli 2020)
عفو بین‌الملل: ایران در میان کشورها با بیشترین شمار درگذشت کادر درمان به‌دلیل کرونا

Iran: Corona-Lock-Down nicht möglich


Am vergangenen Mittwoch, den 8. Juli, hat der iranische Gesundheitsminister Sa’id Namaki, auf einer Sitzung des Stabs zur Bekämpfung des Corona-Virus in Teheran erklärt, dass ein Lock-Down im Iran nicht möglich sei, weil er wirtschaftlich für die Bevölkerung nicht durchzuhalten sei. Der Staat habe auch nicht die Möglichkeit, ein Lock-Down überall zu kontrollieren und durchzusetzen, weil die Bevölkerung es sich aufgrund der tiefen Wirtschaftskrise nicht leisten könne, einfach zu Hause zu bleiben.

http://www.pyknet.net/1399/09tir/21/page/behdasht.htm
vom 21. Tir 1399 (11. Juli 2020)
وزیر بهداشت:

قرنطینه عمومی علیه کرونا

یعنی طغیان مردم در ایران

Iran: Zurück zu den Spitzentagen der Epidemie

Die Zahl der Corona-Opfer im Iran ist in den letzten Wochen – nach etwa anderthalb Monaten, in denen sie bis unter 50 Todesfälle pro Tag gefallen war – wieder gestiegen und liegt jetzt bei über 160 pro Tag.

Quelle: worldometer.com


Laut der Zeitung „Iran“ gab ein Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums gestern in seinem jüngsten Bericht bekannt, dass an dem Tag 162 Menschen zu den Opfern von Covid19 hinzugefügt wurden, was die Gesamtzahl der Opfer auf 10.670 erhöhte.

Laut Simasadat Lari stieg die Gesamtzahl der Covid19-Patienten im Land mit einem positiven Test um 2536 Personen auf 225.205 Personen. Laut Lari hat die Zahl der Covid19-Fälle auch in Teheran seit gestern erheblich zugenommen, was besorgniserregend ist.

Quellen:

https://www.worldometers.info/coronavirus/country/iran/

Iran: Corona-Virus führt zu Massenentlassungen

Die iranische Zeitung Sharq schrieb am 27. April, dass allein in den drei iranischen Provinzen Mazanderan, Golestan und Lorestan mindestens 100.000 Arbeiter innerhalb der vergangenen 10 Tage entlassen wurden, rund 45.000 Arbeiter haben sich in den Mazandaran, Qom, Kermanshah, Chahar-Mahal va Bakhtiyari, Mahabad und Sabzavar bei der Arbeitslosenversicherung registrieren lassen. Dies wurde von den Verwaltungsbehörden dieser Städte und Provinzen bekannt gegeben. Aus anderen Provinzen liegen keine Angaben vor.

Laut Angaben von Gewerkschaftsaktivisten in Mazandaran wurden dort 80.000 Bauarbeiter arbeitslos.

In der Petrochemie-Fabrik Petrushimiye Urumiye wurden 82 Arbeiter auf den Corona-Virus getestet, bei 37 fiel der Test positiv aus. Bislang ist eine finanzielle Unterstützung des Staates für die Arbeiter ausgeblieben.

Mo 8. Ordibehesht 1399 (27. April 2020)

بیکاری ۱۰۰هزار کارگر در ۱۰روز در سه استان

Amnesty International – Iran: Sicherheitskräfte erschießen Dutzende Gefangene

In einem Bericht vom 9. April 2020 macht Amnesty International darauf aufmerksam, dass die iranischen Sicherheitskräfte in den letzten Tagen mindestens 36 Gefangene umgebracht haben, als diese gegen die Ausbreitung des Corona-Virus in den Gefängnissen protestierten. In mindestens acht Gefängnissen im ganzen Land kam es unlängst zu Protesten, weil die Behörden die versprochene Beurlaubung von Gefangenen zurücknahmen, um auf diesem Weg die überfüllten Gefängnisse zu entlasten und eine Ausbreitung des Corona-Virus in den Gefängnissen zu verlangsamen.

Statt auf die Forderungen der Gefangnen einzugehen, setzten die Behörden in mehreren Gefängnissen scharfe Munition und Tränengas ein. Die Folge: Mindestens 35 Gefangene kamen durch die Schüsse und das Tränengas ums Leben, mindestens ein weiterer starb an den Folgen der Schläge und Folter, die die Antwort der Behörden auf die Proteste darstellten.

Am 30. und 31. März 2020, setzten die Sicherheitskräfte laut unabhängigen Quellen und Angaben der Familienangehörigen der Gefangenen massive Gewalt ein, um die Proteste in den Gefängnissen Sepidar und Sheiban in der Stadt Ahvaz (Provinz Khuzestan/Chusestan) niederzuschlagen. Der Polizeichef der Provinz Chusestan gab öffentlich zu, dass Revolutionswächter und Bassidschis von außerhalb der Gefängnisse geholt wurden, um die Proteste der Gefangenen niederzuschlagen. Die Gefangenen hatten Mülleimer in Brand gesetzt. Der Einsatz von Tränengas und scharfer Munition im Sepidar-Gefängnis soll mindestens 15 Tote verschuldet haben.

Die Angehörigen eines Gefangenen, der im Sepidar-Gefängnis umgebracht wurde, teilten Amnesty International mit, dass sie mehrere Tage nach den Protesten einen Anruf eines Polizisten erhielten und aufgefordert wurden, die Leiche ihres Angehörigen abzuholen. Die Polizei behauptete, er sei an einer Überdosis von Drogen gestorben. Die Familie weist darauf hin, dass er nie Drogen konsumiert habe. Die Behörden weigerten sich, der Familie eine Todesbescheinigung auszustellen, aus der die Todesursache hervorginge. Da der Gefangene auch sonst keine bekannten Erkrankungen hatte, befürchtet die Familie, dass er an den Folgen des Einatmens von Tränengas gestorben ist.

Im Sheiban-Gefängnis wurden die Gefangenen nach den Protesten in den Gefängnishof gebracht, ausgezogen und verprügelt. Etwa 20 Gefangnene wurden von den Sicherheitskräften umgebracht. Mohammad Ali Amouri, der sich für die Rechte von Minderheiten einsetzt und in Sheiban in Haft war, wurde in ein anderes Gefängnis verlegt. Er wird an einem unbekannten Ort ohne Kontakt zur Außenwelt festgehalten, und Amnesty International befürchtet, dass er gefoltert wird.

Danial Zeinolabedini, ein Gefangener, der für eine Tat, die er angeblich begangen haben soll, als er unter 18 Jahre alt war, zum Tode verurteilt wurde, starb vergangene Woche unter verdächtigen Umständen. Er hatte an den Protesten im Gefängnis von Mahabad teilgenommen und wurde am 30. März in das Mian-do-Ab-Gefängnis der selben Provinz (West-Aserbaidschan) verlegt. Am 31. März rief er ganz verzweifelt seine Familie an, und sagte, dass er von den Gefängniswärtern brutal verprügelt werde, und bat um Hilfe. Am 3. April erhielt die Familie einen Anruf der Behörden. Der Gefangene habe angeblich Selbstmord begangen, die Familie solle seine Leiche abholen. Amnesty International hat ein Photo der Leiche erhalten. Die Verletzungen, die darauf zu sehen sind, entsprechen Folterspuren. Die Familie konnte blaue Flecken und Schnittwunden entdecken.

Quellen:

https://www.amnesty.org/en/latest/news/2020/04/iran-prisoners-killed-by-security-forces-during-covid19-pandemic-protests/
Iran: Prisoners killed by security forces during COVID-19 pandemic protests
9 April 2020, 08:51 UTC

https://www.akhbar-rooz.com/عفو-بین-الملل-احتمال-کشته-شدن-حدود-۳۶-ز/
vom Freitag, 22. Farwardin 1399 (10. April 2020)
عفو بین الملل: احتمال کشته شدن حدود ۳۶ زندانی در سرکوب اعتراضات زندانیان

Urgent action von Amnesty International wg. COVID-19 im Iran

Unter dem Titel „GEFANGENE, DIE VON EINER COVID-19-INFEKTION BEDROHT SIND“ hat Amnesty International am 26.03.2020 eine Urgent Action für iranische Politische Gefangene veröffentlicht.

Die iranischen Behörden müssen Hunderte von Gefangenen aus Gewissensgründen unverzüglich und bedingungslos freilassen, da sie die Verbreitung des Coronavirus (COVID-19) in den iranischen Gefängnissen fürchten. Die Behörden sollten Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit aller Gefangenen ergreifen und dringend die Freilassung von Untersuchungshäftlingen und von Personen, die besonders von schwerer Krankheit oder Tod bedroht sein könnten, in Erwägung ziehen.

Amnesty International am 26.03.2020

Die Urgent Action umfasst einen Brief an den Leiter des Justizwesens im Iran, Ebrahim Raisi. Amnesty-Gruppen weltweit sammeln nun Unterschriften von Menschen, die diesen Brief unterstützen.

In dem Schreiben wird davon ausgegangen, dass trotz Freilassung einiger Gefangener im Zuge des COVID-19 Ausbruchs im Iran, weiterhin hunderte Gewissensgefangene inhaftiert bleiben. Unter ihnen befinden sich Menschenrechtsvertreter*innen, friedlich Protestierende und Personen, die nur festgenommen wurden, weil sie friedlich ihr Recht auf Meinungs- und/oder Versammlungsfreiheit ausgeübt haben. Aus diesem Grund hätten sie gar nicht erst verhaftet werden dürfen.

Aber Amnesty International äußert sich auch kritisch zu den Gesundheitsgefahren für alle Gefangene im Iran. Sie würden in überfüllten, unhygienischen und ungesunden Bedingungen eingepfercht, was sie einem erhöhten Risiko einer COVID19 – Infektion aussetzen würde. In mehreren Gefängnissen des Irans seien bereits Gefangene positiv auf die Krankheit getestet worden.

Urgent Action: https://www.amnesty.org/download/Documents/MDE1320382020ENGLISH.pdf

Ärzte ohne Grenzen sollen im Iran nun doch nicht gegen Coronavirus helfen

Erst gestern, am 23.03.2020, wurde bekannt, dass die internationale, humanitäre, medizinische Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ (franz.: Médecins Sans Frontières, MSF) den Iran im Kampf gegen den Coronavirus unterstützt, indem sie ein Krankenhaus in Isfahan errichtet und mit medizinischem Personal ausstattet.

Es kam zu Protesten von Fundamentalisten und Medien aus dem Umfeld der Revolutionsgarden und bereits einen Tag später hieß es: dieses Krankenhaus wird nun doch nicht gebaut.

Cargo Bordeaux
Beladung eines Flugzeug mit medizinischem Material aus dem MSF-Logistikzentrum in Bordeaux. Foto: MSF/Brigitte Rossotti

Die Hilfe sollte aus einem aufblasbaren Krankenhaus mit 50 Betten bestehen, das in der am zweitschlimmsten betroffenen Provinz des Irans die Kapazität zur Behandlung schwerkranker COVID-19 Patienten erhöhen sollte. Das Krankenhaus sollte direkt gegenüber dem Amin-Krankenhaus von Isfahan entstehen. MSF wollte außerdem ein neunköpfiges Notfallteam – einschließlich Intensivmedizinern und Logistikern – bereitstellen. Das Krankenhaus sollte in enger Zusammenarbeit mit dem lokalen medizinischen Personal und in Abstimmung mit den iranischen Gesundheitsbehörden geleitet werden.

Das Ausmaß der Covid-19-Epidemie ist im Iran besonders besorgniserregend: Nach offiziellen Angaben wurden bis zum 20. März landesweit 20.610 Fälle und 1.556 Todesfälle gemeldet – damit ist es einer der größten Ausbrüche der Epidemie weltweit. In der Provinz Isfahan lag die Zahl der Fälle am 21. März bei 1.892.

Médecins sans Frontières, 23. März 2020

Das Unglaubliche geschah: anstatt sich für die humanitäre Hilfe der Ärzte ohne Grenzen zu bedanken, kam es zu Protesten von Fundamentalisten, negativen Berichten in regimenahen Medien und markigen Worten von offiziellen Vertretern des Irans. Hossein Shariatmadari, ein Vertreter des Religiösen Führers, sagte z.B. gegenüber der Fars News Agency: „Die USA wissen, dass sie keinen Platz im Iran haben und ihre Präsenz unmöglich ist. Wurde Frankreich nicht immer mit US-Verschwörungen gegen den Iran in Verbindung gebracht, und hat Macron nicht ausdrücklich erklärt, dass er alle US-Pläne gegen unser Land unterstützt?“

MSF ist eine unabhängige Hilfsorganisation, die seit 1991 im Iran tätig ist und u.a. bei Erdbeben (2003) oder Überschwemmungen (2013) in verschiedenen iranischen Provinzen Hilfe geleistet hat. MSF bietet gefährdeten und ausgegrenzten Menschen in Südteheran seit 2012 und in Mashhad seit 2018 eine medizinische Grundversorgung – einschließlich medizinischer Konsultationen -, Vorsorgeuntersuchungen auf Infektionskrankheiten und Behandlung von Hepatitis C, Pflege, Hebammenberatung und psychische Gesundheitsversorgung an.

In einer Fernsehansprache am 3. April hatte der Religiöse Führer des Irans, Ali Chamene’i, behauptet, die Vereinigten Staaten seien „beschuldigt worden, das Corona-Virus produziert zu haben“. Ali Chamene’i hat keine Beweise für seine Anschuldigungen vorgelegt, aber ihm nahe stehende Persönlichkeiten und Medien haben versucht, die „Legitimität“ der Behauptung des Obersten Führers in den letzten acht Stunden zu beweisen.

Quellen:

مقام وزارت بهداشت حضور «پزشکان بدون مرز» در پروژه اصفهان را منتفی خواند
https://www.radiofarda.com/a/the-team-of-msf-in-iran-has-been-canceled/30505015.html

MSF soutient la riposte au coronavirus dans la deuxième province la plus touchée d’Iran
https://www.msf.fr/communiques-presse/msf-soutient-la-riposte-au-coronavirus-dans-la-deuxieme-province-la-plus-touchee-d-iran

Iran: Die nächste Ausbreitungswelle des Corona-Virus erwartet

Imam-Reza-Schrein, Maschhad, März 2020

In der letzten Woche des ausgehenden persischen Jahrs – das persische Neue Jahr begann am 20. März, sind über 1,2 Millionen Pilger nach Maschhad gereist, um das dortige schiitische Heiligtum zu besuchen. Dies, obwohl der Stadtrat und der Bürgermeister von Maschhad darum gebeten hatten, eine Quarantäne über die Stadt zu verhängen. Aber das Geschäft mit der Religion ist wohl wichtiger.

Die staatlichen Stellen behaupten, dieses Jahr seien 75% weniger Pilger als im vergangenen Jahr gekommen und feiern das als Erfolg ihrer Politik. Das ändert nichts daran, dass eine Zahl von 1,2 Millionen Pilger auf engem Raum dazu beitragen wird, den Virus erneut rasch zu verbreiten.

Ali Asghar Anjidani, Sekretär des Komitees zur Kontrolle und Behandlung der Corona-Erkrankung an der Medizinischen Hochschule von Maschhad, erklärte am 26. Esfand (Ende des letzten iranischen Monats im alten Jahr), dass in der Provinz Chorasane Razavi, deren Hauptstadt Maschhad ist, 230 Personen unter dem Verdacht einer Corona-Erkrankung verstorben sind. Laut örtlichen Angaben wurden bislang knapp 4000 Menschen in dieser Provinz unter dem Verdacht einer Corona-Virus-Erkrankung in ein Krankenhaus eingewiesen.

Auch in der Provinz Gilan, die an das Kaspische Meer grenzt, sieht es kritisch aus. Mit dem Persischen Neujahr beginnt eine Reisewelle. Ein traditionelles Reiseziel ist das Kaspische Meer. Offizielle Angaben über die Zahl der Reisenden in dieses Gebiet sind nicht bekannt, nur amtliche Erfolgsmeldungen der Art, die Zahl der Reisenden, die über die Autobahn Qazvin-Rasht in die Provinz kämen, habe um 68% abgenommen.

Laut dem iranischen Gesundheitsministerium sollen bis jetzt über 6400 Menschen in der Provinz Gilan unter dem Verdacht einer Corona-Virus-Erkrankung ins Krankenhaus eingewiesen worden sein, 200 Fälle seien tödlich ausgegangen.

Quelle:

سفر ۱.۲میلیون نفر به مشهد؛ نگرانی درباره موج دوم کرونا در گیلان
https://www.radiofarda.com/a/mashhad-gilan-coronavirus/30502261.html
vom 4. Farwardin 1399 (23.03.2020)