Was am Freitagabend in Teheran und Karaj geschah?

Teheran

Am Freitagabend, 23 September, gingen die Proteste gegen den Mord an „Mehsa (Gina) Amini“ durch

die Polizei „Moral Security“ den siebten Tag. Die protestierenden Bürger des Iran sind in diesen sieben Tagen in mehr als 80 Städten des Landes auf die Straßen gegangen und haben mit Parolen gegen die Regierung und den Führer der Islamischen Republik ihrem Protest, ihrer Wut und ihrem Ekel gegenüber dem System Ausdruck verliehen.

Tadschrisch-Platz

Überall ist das ununterbrochene Hupen der Autos zu hören, die gegen die Tötung von „Mahsa Amini“ durch die Polizei „Moral Security“ auf die Straße gekommen sind. Die große Präsenz von uniformierten Kräften, Sonderwachen und Polizei ist an der „Parkway“-Kreuzung, dem „Bagh Ferdous“-Gebiet und dem „Tajrish“-Platz selbst offensichtlich.

Die Nachrichten aus Teheran berichten von der großen Präsenz von Sicherheitskräften auf der Straße. „Athena Daemi“, eine bekannte Menschenrechtsaktivistin und Gegnerin der Todesstrafe, gab auf Twitter die Festnahme ihrer Schwester und ihres Mannes bekannt. Er schrieb, dass „Hanieh“ nicht zugestimmt habe, den Hijab zu tragen, selbst als er festgenommen wurde.

Die Nachrichten aus dem Iran deuten darauf hin, dass allein in Kurdistan Hunderte von Menschen festgenommen wurden. Erst in der Nacht zum Donnerstag wurden in Teheran 43 studentische und zivilgesellschaftliche Aktivisten festgenommen. Augenzeugen berichteten in sozialen Netzwerken, dass auf dem Boulevard „Keshavarz“ den festgenommenen jungen Männern und Frauen Handschellen angelegt und etwas über den Kopf gezogen wurde, damit sie nicht nach draußen sehen konnten.

Mahsa Amini

Die Proteste des iranischen Volkes dauern noch an. In vielen Städten ist das Internet entweder ausgefallen oder so stark verlangsamt, dass die Filter nicht funktionieren. Instagram und WhatsApp werden gefiltert. Die Proteste dauern jedoch den siebten Tag an. Mehsa Aminis Name, wie sie auf seinem Grab schrieben, ist der Codename für Widerstand und Kampf.

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