Nach dem Bombenanschlag auf Natanz verlegt der Iran Nuklearanlagen in den Untergrund

مرکز سانتریفوژ ایران در نطنز قبل از حادثه (راست) و بعد از حادثه
Irans Uran- Zentrifugenzentrum in Natanz vor dem Unfall (rechts) und nach dem Unfall

Kazem Gharibabadi, der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen sowie anderen internationalen Organisationen mit Sitz in Wien, sagte, dass „nach der Explosion am Nuklearstandort Natanz die Zentrifugenproduktion in den Untergrund verlegt wird“.

In einem Interview, das am Dienstag, dem 27.10.2020 in der Zeitung Hamshahri veröffentlicht wurde, bezog sich Kazem Gharibabadi auf die Worte des Leiters der iranischen Atomenergieorganisation, Ali Akbar Salehi, und sagte, der Iran baue „fortschrittlichere Einrichtungen im Herzen des Berges anstelle der in Natanz“.

Laut dem iranischen Diplomaten wurde der Bau neuer Einrichtungen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) gemeldet, aber der Iran hielt es nicht für erforderlich, dass IAEO-Inspektoren den Ort besuchen.

Ali Akbar Salehi hatte bekannt gegeben, dass mit den Arbeiten an einer „moderneren, größeren und umfassenderen Halle in allen Dimensionen“ begonnen wurde, um fortschrittlichere Zentrifugen in den Bergen um Natanz herzustellen. Herr Salehi hat auch bestätigt, dass die „Sabotage“ in einer Halle stattgefunden hat, die an der Herstellung fortschrittlicher Zentrifugen beteiligt war.

Am 3. Juli dieses Jahres hatte ein Unfall in der Anlage in Natanz zur weitverbreiteten Zerstörung des „Iran Centrifuge Assembly Center“ gefürt. Die Explosion hat die Produktion der Zentrifugen verlangsamt, was laut New York Times das iranische Atomprogramm um bis zu zwei Jahre verzögert hat.

Iranische Regierungsbeamte sagen, der Vorfall sei eine „Sabotage“ gewesen, haben jedoch noch keine Details veröffentlicht und den Obersten Nationalen Sicherheitsrat des Irans für die Bereitstellung von Informationen für zuständig erklärt. Beamte des Obersten Nationalen Sicherheitsrates des Iran haben wiederholt erklärt, dass diesbezügliche Informationen aus Sicherheitsgründen später zur Verfügung gestellt werden.

Javad Karimi Qudussi, ein Mitglied der Nationalen Sicherheitskommission des iranischen Parlaments, sagte jedoch, dass die Ursache des Unfalls am Nuklearstandort Natanz ein „Verstoß gegen Sicherheits- und Schutzfragen“ gewesen sei.

Zuvor gab es Berichte über einen möglichen Luft- oder Cyberangriff auf das Zentrum, den iranische Regierungsbeamte nicht bestätigen wollten.

Quelle:

https://www.radiofarda.com/a/30914714.html