Iran: Rechtsanwältin nach Verhandlung von Pasdaran misshandelt

«ندامتگاه شهر ری»، معروف به قرچک ورامین، در جاده قم واقع شده است

Die Rechtsanwältin Soheila Hejab wurde im Monat Esfand (März 2020) unter dem Vorwurf der „Propaganda gegen das System“, „Bildung einer Gruppe für Frauenrechte“ und „Forderung nach einem Referendum und der Änderung des Grundgesetzes“ zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt.

Am Samstag, den 3. Chordad (23. Mai 2020) hatte Soheila Hejab ihre Revisionsverhandlung vor der 36. Kammer des Revisionsgerichts der Provinz Teheran. Als sie das Gerichtsgebäude nach der Verhandlung verließ, wurde sie von Revolutionswächtern (Pasdaran) der Einheit „Thar-ollah“ überfallen, an den Haaren zu Boden gerissen und mit Tritten und Faustschlägen in die Flanken und ins Gesicht traktiert. Dann wurde sie ins Qarechak-Gefängnis von Varamin gebracht. Sie konnte vom Gefängnis aus telefonisch Kontakt zur Außenwelt aufnehmen und diese Vorfälle schildern, die Tondatei wurde dann im Internet veröffentlicht.

Soheila Hejab sagt darin auch dass sie „für längere Verhöre“ in ein „Haus der Sicherheit“ der Pasdaran gebracht werden soll. Chaneye Amn (Haus der Sicherheit) ist eine persische Bezeichnung für die illegalen Gefängnisse, die die Pasdaran betreiben. Die Sicherheit besteht wohl vor allem für die Verhörenden, weil sie dort nicht von Besuchen der Angehörigen und der Rechtsanwälte behelligt werden.

Quelle:

https://www.radiofarda.com/a/iran-soheila-hejab-activist-detained-interview-tortured/30634958.html
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