Iran: Proteststreiks in den Kohlebergwerken

اعتصاب سه هزار کارگر زغال‌سنگ کرمان در اعتراض به واگذاری به بخش خصوصی

Rund 3000 Arbeiter der Steinkohlebergwerke von Kerman, die in den Gruben dieser Firma in den Landkreisen Rawar, Kuhbanan und Zarand arbeiten, streikten gestern, den 20. April 2020, um gegen den Beschluss der Firmenleitung zu protestieren, die Aktien dieser staatlichen Firma zu „privatisieren“.

Im Landkreis Rawar versammelten sich Arbeiter vor dem Sitz des Vertreters des Religiösen Führers und verlangten ein Gespräch mit dem Freitagsprediger Hojjatolleslam Tuysar Kani. Der Freitagsprediger erschien nicht selbst sondern sandte einen Vertreter. Die Arbeiter haben weiterhin vor, sich vor dem Sitz des Farmandar, also des Chefs der Sicherheitsbehörden des Landkreises, zu versammeln. Auch in den Landkreisen Kuhbanan und Zarand haben sich die Arbeiter vor dem Sitz des Freitagspredigers versammelt, um die Privatisierung der Firma zu stoppen.

Die Fabrikdirektoren planen, 45% der Firmenaktien auf der Börse anzubieten. Auch wollen die Direktoren die Arbeiter bei der Arbeitslosenversicherung anmelden, um auf diese Art ihre Unkosten während der allgemeinen Feiertage zum persischen Neujahr reinzuholen. Auch dagegen protestieren die Arbeiter, da dies ihren Sozialversicherungsverlauf unterbricht. Die Arbeiter weisen auch darauf hin, dass ihnen die gesetzlichen Erschwerniszulagen und die vorgesehene Vergünstigungen für anstrengende und gefährliche Tätigkeiten bei der Pensionierung verweigert werden.

vom Mo, 1. Ordibehesht 1399 (20. April 2020)