Iran: Arbeiterproteste häufen sich

Am 30. Farwardin (18. April 2020) haben die Berufstätigen des Aladin-Basars in Teheran als Zeichen des Protests die Läden an diesem Tag nicht geöffnet.

Am selben Tag haben die Arbeiter und Angestellten der Stadtverwaltung von Masjede Soleymani eine Kundgebung abgehalten, um dagegen zu protestieren, dass ihnen drei Monatslöhne nicht ausgezahlt wurden, das Neujahrsgeld vorenthalten wurde, und dass die Zahlungen an die Sozialversicherung der für die Stadtverwaltung Arbeitenden (unabhängig von ihrem formalen Status) in keinem Fall erfolgt sind.

Ebenfalls am Samstag, den 18. April, haben Arbeiter der Fabrik „Iran Merinos“ in Qom eine Protestkundgebung abgehalten. Ihr Protest richtete sich gegen die Verschleppung des Abschlusses von Arbeitsverträgen mit den Arbeitern.

Ein Teil der Fahrer der Busbetriebe von Teheran (Sherkate Wahede Otobusraniye Tehran) haben am Samstag vor dem Gebäude der Stadtverwaltung von Teheran dagegen protestiert, dass ihre Forderungen ignoriert werden. Es geht namentlich darum, dass die Busbetriebe den Arbeitgeberbeitrag an die Rentenversicherung in Höhe von 4% des Fahrergehalts nicht auszahlen.

Die Ladenbesitzer von Einkaufszentren und -passagen in Qoruh (Kurdistan) haben jetzt eine Kundgebung vor dem Sitz des Freitagsimams dieser Stadt abgehalten, nachdem wiederholte Proteste vor dem Farmandar (Chef der Sicherheitsbehörden) von Qoruh erfolglos geblieben waren. Die Ladenbesitzer protestieren dagegen, dass der Basar zwar vom Staat geschlossen wurde, die Ladenbesitzer aber keinerlei Unterstützung erhalten, um zu überleben. Weder Überlebenspakete noch Yarane, eine Art iranischer Sozialhilfe.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=204662

vom 31. Farwardin 1399 (19. April 2020)

برگزاری تجمعات اعتراضی در تهران، مسجد سلیمان، قم و قروه