Qom: Heiligtum der Ma’sume geschlossen

Dies ist eine Seitentür des Ma’sume-Heiligtums in Qom, die angeblich von Protestierenden aufgebrochen wurde. Der „Bruch“ sieht sehr sauber aus. Kam der „Angriff“ von innen?


Ma’sume, die Schwester von Imam Resa, ist in Qom begraben. Imam Resa ist in Maschhad begraben. Die Gräber der beiden sind wichtige Wallfahrtsorte der Schiiten im Iran und zugleich wichtige Wirtschaftszentren der religiösen Stiftungen, die nach der Revolution von 1979 viele Ländereien und Firmen von Schahanhängern übernommen haben.
Qom war im Iran ein wichtiger Startpunkt für die Ausbreitung des Coronavirus, ebenso Maschhad, denn in religiösen Zentren drängen sich die Menschen um die Heiligenschreine, ein günstiger Umstand für die Ausbreitung von Viren. Die Geistlichkeit in beiden Städten, die ihre Pfründe in Gefahr sahen, denn die Pilger lassen eine Menge Geld zurück, hat ihr bestes getan, damit namentlich über Qom keine Quarantäne verhängt wird. Mit Erfolg: Der Virus konnte sich von Qom aus im ganzen Land ausbreiten. Und auch in der Provinz Chorasane Razavi, in der Stadt Maschhad, sind amtlich 230 Menschen vermutlich am Coronavirus gestorben.
Jetzt wurde das Heiligtum der Ma’sume in Qom geschlossen. Darauf haben einige Gläubige oder sogenannte Unbekannte, die im Auftrag der Geistlichkeit handeln, eine dieser Türen wieder aufgebrochen, aus Protest gegen die Schließung. Auch jetzt noch kommen viele Menschen zu diesem Heiligtum.

https://www.radiofarda.com/a/breaking-the-door-of-a-religious-place-in-qom/30491072.html
vom 24. Esfand 1398 (16. März 2020)
کرونا؛ معترضان درِ حرم «حضرت معصومه» را برای جلوگیری از تعطیلی آن شکستند